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Mehr als 200 Tote : Monsunregen überflutet Indien und Pakistan

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Bei Überschwemmungen und Erdrutschen sind am Wochenende in Indien und Pakistan mehr als 200 Personen ums Leben gekommen. Bild: AFP

Monsunregen macht Teilen von Indien und Pakistan zu schaffen. Mehr als 200 Menschen sind durch die Wassermassen bereits ums Leben gekommen. Besonders hart hat es die Region Kaschmir getroffen, auch China meldet Tote und schwere Zerstörungen.

          Bei Überschwemmungen und Erdrutschen sind am Wochenende in Indien und Pakistan mehr als 200 Personen ums Leben gekommen. Besonders betroffen ist die Region Kaschmir im Grenzgebiet der beiden Länder. In dem von Indien kontrollierten Teil stieg die Zahl der Toten am Sonntag auf 138, in den pakistanischen Provinzen Punjab und Sindh sind mindestens 110 Personen ums Leben gekommen. Allerdings haben die Rettungskräfte keinen genauen Überblick, wie viele Menschen noch vermisst werden. Es wird befürchtet, dass die Zahl der Opfer in den kommenden Tagen weiter ansteigt.

          Es handele sich um die schwersten Überschwemmungen seit einem halben Jahrhundert, sagte der Ministerpräsident des indischen Bundesstaates Jammu und Kaschmir, Omar Abdullah. Er appellierte an die Menschen, nicht in Panik zu verfallen. Rund 12 000 Menschen konnten bislang in Sicherheit gebracht werden. Am Sonntag wurden zusätzliche Einheiten der Armee in die Region im Norden entsandt.

          Die Lage für die Menschen ist dramatisch: Seit fast einer Woche gehen schwere Monsunregenfälle über der Region nieder. Straßen haben sich in reißende Flüsse verwandelt, Strommasten sind umgeknickt, die Verbindung ins zentrale Krankenhaus von Kaschmir ist abgerissen. Seit mittlerweile sechs Tagen sind Strom- und Wasserversorgung unterbrochen. In Pakistan wurde der nationale Notstand ausgerufen. Indiens Premierminister Narendra Modi reiste am Sonntag in die Region, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Er sprach von einer „Katastrophe des Landes“ und sicherte den Menschen sowohl im indischen Kaschmir wie auch auf der pakistanischen Seite Unterstützung zu. Indien werde niemals zögern, Hilfe zu leisten.

          Während sich am Sonntag die Situation in Jammu leicht entspannte, sei im indischen Kaschmir keine Besserung in Sicht, sagte Abdullah. Für die pakistanischen Provinzen Punjab und Sindh haben die Meteorologen ebenfalls weitere heftige Regenfälle vorausgesagt. Die Monsunzeit dauert normalerweise von Juni bis September.

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