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Mauna Loa auf Hawaii : Der lange Berg spuckt Feuer

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Wieder aktiv: Lava schießt aus dem Vulkan Mauna Loa auf Big Island, der größten Insel von Hawaii. Bild: Imago

40 Jahrelang war Ruhe – seit dem Wochenende ist der Mauna Loa auf der Hauptinsel von Hawaii wieder aktiv. Eine Gefahr für die Bevölkerung besteht aktuell nicht.

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          Nach fast 40 Jahren der Ruhe fließt seit dem Wochenende wieder Lava aus dem größten Vulkan der Welt. Dünnflüssige Lava strömt auf zehn Kilometer Länge in mehreren Kanälen den Nordosthang des Mauna Loa auf der Hauptinsel von Hawaii hinab. Weiter oberhalb schießt glühendes Gestein in spektakulären Lavafontänen bis zu 60 Meter hoch in die Luft. Nach Mitteilung der Katastrophenschutzbehörde der Insel besteht gegenwärtig keine Gefahr für die Einwohner Hawaiis. Bei der letzten Eruption im Jahre 1984 machte die Lava aber nur wenige hundert Meter vor den am Berghang gelegenen, mehr als 50 Kilometer vom Gipfel entfernten Außenbezirken der Hafenstadt Hilo halt.

          Mit einer Höhe von 4169 Meter ist Mauna Loa keineswegs der höchste Vulkan der Welt. Dieser Platz gebührt dem fast 6900 Meter hohen Ojos del Salado in den chilenischen Anden. Die beiden Angaben beziehen sich aber auf die Höhe über dem Meeresspiegel. Die Basis von Mauna Loa und seinem Schwestervulkan Mauna Kea nebenan liegt aber auf dem etwa 4000 Meter tiefen Meeresboden des Pazifischen Ozeans.

          Von dort sind die beiden hawaiianischen Vulkane insgesamt also mehr als 8000 Meter hoch gewachsen und erreichen damit das Niveau der nicht vulkanischen Bergriesen des Himalaja. Ihre dünnflüssigen Laven gaben den beiden Großvulkanen Hawaiis die Form riesiger Schilde, unter denen ein gewaltiges Gesteinsvolumen an erkalteter Lava liegt. Insgesamt schätzen Geologen das Volumen des Mauna Loa auf mehr als 75.000 Kubikilometer – genug um das ganze Bundesland Bayern einen Kilometer tief unter Lava zu begraben.

          Die jüngste Eruption an dem „langen Berg“ – so die Übersetzung Mauna Loas aus dem Hawaiianischen – begann in der Nacht zum Montag. Zunächst trat Lava in der mehrere Kilometer großen, Mokuaweoweo genannten, ovalen Gipfelcaldera des Berges aus. Schon nach wenigen Stunden taten sich aber in der in Richtung Nordosten verlaufenden Riftzone mehrere Spalten auf, aus denen nun ununterbrochen glühendes Gestein fließt.

          Auch der letzte Ausbruch im Jahre 1984 begann auf die gleiche Weise. Damals dauerte der Ausbruch allerdings nur drei Wochen. Wie lange Mauna Loa jetzt aktiv sein wird, ist dagegen noch völlig offen. Manche Eruptionen auf Hawaii können Jahre anhalten. So ist der zweite aktive Vulkan auf der gleichen Insel, der wesentlich kleinere Kilauea, schon seit 1983 ohne Unterbrechung aktiv.

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