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Verdächtiger flüchtig : Tödlicher Streit am Kottbusser Tor

Eine Gruppe von Männern soll auf dem Bahnsteig der U-Bahn-Station Kottbusser Tor in Streit geraten sein. Bild: dpa

Der Mann, der in Berlin auf die Gleise einer U-Bahn gestoßen wurde, war zusammen mit einem Rollstuhlfahrer unterwegs. Dass er diesen gegen Diebe verteidigen wollte, bestätigte die Polizei bislang nicht.

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          In Berlin ist ein Mann in der Nacht zum Mittwoch auf die Gleise einer U-Bahn gestoßen und durch einen Zug tödlich verletzt worden. Es handelt sich bei dem Opfer um einen 30 Jahre alten Iraner, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. Er war zusammen mit einem Rollstuhlfahrer in der U-Bahn unterwegs.

          Markus Wehner
          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Eine Gruppe von Männern soll den Angaben zufolge auf dem Bahnsteig der U-Bahn-Station Kottbusser Tor mit den beiden in Streit geraten sein. Einer aus der Gruppe habe den Mann ins Gleisbett gestoßen, wo er von einem einfahrenden Zug erfasst wurde. Eine Notärztin und Sanitäter konnten ihn nicht mehr reanimieren, er verstarb noch in der U-Bahn-Station.

          Der Tatverdächtige ist flüchtig, eine Mordkommission des Landeskriminalamts hat Ermittlungen wegen Totschlags aufgenommen. Nach Angaben der Polizeisprecherin ist noch unklar, ob der Mann gezielt vor den Zug gestoßen wurde.

          Eine Obduktion habe ergeben, dass die Verletzungen durch den Zug tödlich gewesen seien, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Um Hinweise auf die Täter zu bekommen, wertet die Polizei die Videoaufnahmen der Überwachungskameras aus. Es wird auch geprüft, ob der Streit einen Drogenhintergrund hatte.

          Das Opfer war nach Polizeiangaben wegen Drogendelikten polizeilich bekannt gewesen. Die U-Bahn-Station ist ein Treffpunkt für Drogendealer. Die „Berliner Zeitung“ hatte zuvor berichtet, zwei Männer hätten den Rollstuhlfahrer bestehlen wollen, das spätere Opfer sei dazwischen gegangen. Die Polizei bestätigte diese Darstellung nicht.

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