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Malaysia-Airlines-Flug MH370 : Chinesisches Schiff fängt Impulssignal auf

  • Aktualisiert am

Banges Warten auf Gewissheit: Eine Angehörige in Peking. Bild: AP

Neue Hoffnung bei der Suche nach dem vermissten Flug MH370: Ein chinesisches Schiff will im Indischen Ozean ein vielversprechendes Signal aufgefangen haben. Endlich eine heiße Spur oder wieder falscher Alarm?

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          Bei der Suche nach dem vermissten Flug MH370 hat ein chinesisches Schiff einem Agenturbericht zufolge im südlichen Indischen Ozean ein pulsierendes Signal aufgefangen. Das Signal sei von einem Flugschreiber-Detektor an Bord des Schiffes „Haixun 01“ registriert worden, berichtete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag. Es sei aber noch unklar, ob es eine Verbindung zu dem vermissten Passagierflugzeug von Malaysia Airlines gebe. Seit dem Verschwinden des Flugzeuges am 8. März wird nach Trümmern und den Flugschreibern der Maschine gesucht.

          Die Flugschreiber senden bis etwa 30 Tage nach einem Absturz Signale aus. Es läuft daher bald die Zeit ab, ein womöglich im Meer versunkenes Wrack noch zu finden. Sollte es nicht gelingen, die Flugschreiber aus dem Ozean zu bergen, dürfte das Rätsel um das Verschwinden des Flugzeugs mit 239 Menschen an Bord wohl für immer ungelöst bleiben. Bisher ist völlig unklar, warum die Boeing 777-200 am Morgen des 8. März auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking von den Radarschirmen verschwand.


          Flug MH370 von Malaysia Airlines


            Was ist passiert?

            Der Flug MH370 von Malaysia Airlines verschwand auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking am 8. März 2014 um 2.40 Uhr Ortszeit vom Radar. Bislang sind weder das Flugzeug noch Überreste der Maschine entdeckt worden

            In welchem Zustand befand sich das Flugzeug?

            Die Boeing 777-200ER („Extended Range“) wird von vielen Fluggesellschaften für Langstreckenflüge genutzt und ist ein äußerst zuverlässiges Flugzeug. Die Maschine mit der Kennung 9M-MRO war nach Angaben von Malaysia Airlines im Hangar in Kuala Lumpur am 23. Februar 2014 zuletzt gewartet worden. Mechaniker hätten beim sogenannten A-Check keinerlei Probleme an der Maschine entdeckt. Der nächste Check sei erst am 19. Juni 2014 fällig gewesen. Die Maschine war 2002 ausgeliefert worden und hatte gut 53.000 Flugstunden hinter sich. Am 9. August 2012 kollidierte das Flugzeug mit einem Airbus A340, woraufhin die rechte Tragflächenspitze abriss. (dpa)

            Wie viele Menschen waren an Bord?

            Von den 239 Menschen an Bord waren 227 Passagiere und 12 Besatzungsmitglieder. Die meisten der Passagiere stammen aus China (152), weitere Opfer aus Malaysia (38, davon gesamte Besatzung), Indonesien (7), Australien (6), Indien (5), Frankreich (4), den Vereinigten Staaten (3), Iran (2), Kanada (2), Neuseeland (2), Ukraine (2), Taiwan (1), Niederlande (1), und Russland (1). Die Identität einer Person ist ungeklärt. Ein Passagier war mit einem chinesischen Pass an Bord, dessen Inhaber allerdings den Pass weder als gestohlen gemeldet noch seine Heimat, die Provinz Fujian, verlassen hatte. Zwei Iraner, die mit gestohlenen Pässen eines Österreichers und eines Italieners an Bord gekommen waren, wurden zunächst verdächtigt, Terroristen zu sein. Sie suchten aber wohl nach Asyl in Europa und gehörten offenbar keiner terroristischen Organisation an.

            Welche Ursachen kann das Verschwinden haben?

            Bisher wurden mehrere Theorien aufgestellt: 1. Das Flugzeug ist durch einen terroristischen Anschlag zerstört worden. Dagegen spricht die Tatsache, dass vom Pentagon bei der weltweiten Satellitenüberwachung des Luftraums keine Lichtblitze registriert worden, die auf eine Explosion hindeuten. 2. Einer der Piloten wollte Selbstmord begehen. Dagegen sprechen die Änderung der Flugroute und der über mehrere Stunden fortgeführte Flug. 3. Die Maschine verunglückte durch einen technischen Fehler. Dagegen sprechen ebenfalls der Kurswechsel und die weitere Flugzeit. 4. Die Maschine verunglückte in schweren Turbulenzen. Dagegen sprechen das gute Wetter und die weitere Flugzeit. 5. Das Flugzeug wurde entführt und ist über dem Ozean verunglückte. Auch für diese These gibt es keine Anhaltspunkte.

            Wie kann ein Flugzeug einfach verschwinden?

            Welche Technik an Bord moderner Verkehrsflugzeuge Daten aufzeichnet und kommuniziert, haben wir in einem Artikel zusammengefasst.

            Wie groß ist der Schaden für die Airline?

            Dem „Handelsblatt“ zufolge bestätigte die Allianz-Versicherung, dass sie ein Konsortium aus verschiedenen Versicherern von Malaysia Airlines anführt. Die Versicherungssumme belaufe sich unbestätigten Angaben zufolge auf insgesamt rund 100 Millionen Dollar (etwa 72 Millionen Euro), es sei aber unklar, welchen Anteil daran die Allianz trage. In der Luftfahrtversicherung ist es demnach üblich, die Versicherungssummen an Fluggesellschaften und Angehörige von Insassen im Schadensfall früh auszuzahlen. Die Auszahlung an die Fluggesellschaft sowie an die Angehörigen der insgesamt 239 Insassen der Maschine von Malaysia Airlines wurde bereits im März 2014 abgeschlossen. Der Schaden für Malaysia Airlines ist kaum zu beziffern. Auf Flug MH370 folgte der übver der Ukraine abgeschossene Flug MH17. Die doppelte Katastrophe könnte die ohnehin angeschlagene Fluggesellschaft endgültig in die Knie zwingen. (AFP)

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