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Loveparade-Katastrophe : Entschädigungen für die Opfer

Die Loveparade forderte im vergangenen Jahr 21 Tote und Hunderte Verletzte Bild: dpa

Der Axa-Konzern und die Stadt Duisburg haben sich vertraglich dazu verpflichtet den Opfern der Loveparade Entschädigungen zu zahlen. Rund 290 Menschen haben Schadenersatz gefordert.

          Die Auszahlung von Entschädigungen an Opfer der Loveparade-Katastrophe am 24. Juli in Duisburg soll in Kürze beginnen. Der Vorstand es Axa-Konzerns, der der Hauptversicherer des Veranstalterunternehmens Lopavent ist, und die Stadt Duisburg unterzeichneten am Freitag eine entsprechende Vereinbarung. Die Regulierung berechtigter Ansprüche soll umgehend beginnen. Bei dem Techno-Massenspektakel Loveparade waren 21 junge Leute ums Leben gekommen, Hunderte wurden verletzt.

          Reiner Burger

          Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.

          Axa und die Stadt Duisburg teilten mit, es sei abzusehen, dass die umfangreichen und komplexen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zur gründlichen Aufklärung der Geschehnisse mehr Zeit in Anspruch nehmen werde, als zunächst abzusehen gewesen sei. Dies würde für die Geschädigten auf längere Sicht eine große Unsicherheit bedeuten. „Wir wollen jede weitere Belastung vermeiden, und es ist daher unser gemeinsames Ziel, jeden der Höhe nach begründeten Schadenersatzanspruch nunmehr abschließend und zügig zu regulieren“, sagte der Oberbürgermeister der Stadt Duisburg, Adolf Sauerland (CDU). Bislang haben etwa 290 Personen Schadenersatz eingefordert; sie sollen in den kommenden Tagen angeschrieben werden. Beide Seiten heben hervor, dass die Vereinbarung nicht die Anerkennung einer Rechtspflicht nach sich zieht. Man behalte sich nach Klärung der Schuld- und Haftungsfrage vor, andere Verantwortliche in Regress zu nehmen.

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