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Licht von 43 Masten : Neue Brücke in Genua nimmt Gestalt an

Ein Teilstück der neuen Autobahnbrücke in Genua wird platziert Bild: dpa

43 Menschen starben, als die Morandi-Brücke im August 2018 in Genua einstürzte. Nun hat der Wiederaufbau begonnen. Italiens Ministerpräsident Conte kündigt die „Wiedergeburt Genuas“ an.

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          In Genua ist am Dienstag das erste von insgesamt 19 Teilstücken der neuen Brücke über den Fluss Polcevera auf die Pfeiler gesetzt worden. Zwei Kräne hoben das gut 500 Tonnen schwere und rund 50 Meter lange Stahlelement auf die elliptischen Betonpfeiler fünf und sechs. Das bis zu 40 Meter hohe und gut 1,2 Kilometer lange Viadukt hat der aus Genua stammende Architekt Renzo Piano entworfen. Die Baukosten belaufen sich auf 202 Millionen Euro. Beleuchtet wird die Brücke von 43 Lichtmasten, die an die 43 Todesopfer des Einsturzes eines Abschnitts der alten Morandi-Brücke vom 10. August 2018 erinnern.

          Matthias Rüb

          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          „Die Wiedergeburt Genuas konkretisiert sich“, sagte Ministerpräsident Giuseppe Conte bei der Zeremonie an der Baustelle: „Wir sind dabei, ein Projekt von höchstem Niveau in Rekordzeit zu verwirklichen.“ Der Teilabschnitt der als „Autobahn der Blumen“ bekannten Fernverkehrsverbindung A10 soll im April wiedereröffnet werden. Bürgermeister Marco Bucci, der von der Regierung in Rom auch zum Kommissar für den Wiederaufbau der Brücke ernannt worden war, sprach von einem wichtigen Tag für die Stadt und für ganz Italien.

          Giuseppe Bono, Chef des mit dem Bau der neuen Brücke beauftragten Konzerns Fincantieri, äußerte die Hoffnung, die Brücke möge zu „einem Symbol Italiens in der Welt werden“. Der Vorstandsvorsitzende der Betreibergesellschaft der Autobahn musste im September seinen Posten räumen. Gegen ihn sowie weitere 70 Personen wird wegen der Katastrophe von Genua ermittelt.

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