https://www.faz.net/-gum-8p1gj

Lettland : Baby verhungert neben toten Eltern

  • Aktualisiert am

Weil seine Eltern offensichtlich an einer Überdosis Drogen gestorben sind, ist in Lettland ein erst neun Monate alter Säugling verhungert. Die drei älteren Geschwister überlebten. Die Polizei macht den Nachbarn schwere Vorwürfe.

          1 Min.

          Ein Baby ist in Lettland neben seinen toten Eltern verhungert. Vater und Mutter waren offensichtlich an einer Überdosis Drogen gestorben. Die Polizei entdeckte die drei Leichen nach der Alarmierung durch Angehörige, wie die lettische Polizei laut einem Bericht der Agentur Leta am Mittwoch in Riga mitteilte. Die Beamten trafen in der Sozialwohnung in der Kleinstadt Dobele westlich von Riga auch auf drei Geschwister des Babys, die unbeaufsichtigt waren.

          Der Säugling wurde nur neun Monate alt. Aufgefunden wurde das Kind unter einem Bett, in dem der tote 50-jährige Vater und die tote 23-jährige Mutter lagen. Die drei, vier und fünf Jahre alten Geschwister des Babys, die sich beim Eintreffen der Beamten in der Wohnung aufhielten, wurden in ein Krankenhaus gebracht.

          Verständigt worden war die Polizei von der Mutter der jungen Frau, nachdem sie ihre Tochter nicht telefonisch hatte erreichen können. Zuletzt lebend gesehen worden sei die 23-jährige am 27. Dezember. Die Behörden vermuten, dass dies auch der Todeszeitpunkt des Paares war.

          Der lettische Polizei-Chef Ints Kuzis zeigte sich schockiert über die Gleichgültigkeit der Nachbarn der Familie. Die Anwohner hätten nicht die Behörden alarmiert, obwohl die Schreie der Kinder durch ein offenes Fenster zu hören gewesen seien.

          Topmeldungen

          Mundschutzpflicht : Wiener Maskenball

          Wer in den Supermarkt geht, soll eine Gesichtsmaske tragen. Mit dieser neuen Vorgabe möchte Österreichs Regierung gerne die geltenden Ausgangsbeschränkungen lockern. Doch im Land steigen die Infektionszahlen ungebremst.
          Saskia Esken

          Saskia Esken : Zum falschen Zeitpunkt mit dem falschen Mittel

          Unternehmer benötigen ihre Reserven, um ihre Firmen irgendwie durch den wirtschaftlichen Stillstand zu bringen. Und was will die SPD-Spitze nun? Ihnen in den Rücken fallen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.