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Lawinenunglück : Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen deutsche Skigruppe

  • Aktualisiert am

Nach dem Unglück: Rettungskräfte in Südtirol Bild: dpa

Nach einem Lawinenunglück müssen sich fünf Skifahrer aus Baden-Württemberg vor Gericht verantworten. Sie sollen eine Frau und ihre Tochter fahrlässig getötet haben, sagt die italienische Staatsanwaltschaft.

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          Etwa zwei Jahre nach einem tödlichen Lawinenunglück in Südtirol hat die Staatsanwaltschaft in Bozen Anklage gegen eine Skigruppe aus Baden-Württemberg erhoben. Das teilte die italienische Behörde am Dienstag auf Anfrage mit und bestätigte Berichte mehrerer deutscher Medien. Demnach werfen die Ermittler einer Gruppe von fünf Skifahrern unter anderem fahrlässige Tötung und das Auslösen eines Schneebretts vor.

          Nach dem Lawinenabgang im Skigebiet Haideralm Anfang Januar 2018 waren eine Mutter aus Ludwigsburg und ihre Tochter gestorben. Auch der Vater hatte damals an der Tour teilgenommen. Wann die Mitglieder der Gruppe sich womöglich vor Gericht verantworten müssen, gab die Staatsanwaltschaft nicht bekannt. Die Anklage sei im Januar erhoben worden und umfasse auch die Mitwirkung an einem fahrlässigen Verbrechen.

          In Italien ist ein Verhalten strafbar, das zum ungewollten Auslösen von Lawinen führt. Am Tag des Unglücks herrschte in der Region erhebliche Lawinengefahr der Warnstufe drei von fünf. Die Wintersportler sollen in ungesichertem Gelände unterwegs gewesen sein.

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