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Kanton Wallis : Lawine verschüttet mehrere Menschen in Crans Montana

  • Aktualisiert am

Blick auf die Skigebiete in Crans Montana (Archivbild) Bild: dpa

Mehrere Menschen sind auf einer Skipiste in den Schweizer Alpen von einer Lawine verschüttet worden. Vier Menschen wurden bei dem Abgang verletzt. 240 Helfer suchen nach weiteren Verschütteten.

          In den Schweizer Alpen ist eine Lawine auf einer Skipiste abgegangen. Dabei sollen nach Angaben der Polizei mehrere Menschen verschüttet worden sein. Vier Personen wurden laut Angaben der Polizei bei dem Abgang verletzt, eine davon schwer. Wie die Behörde auf einer Pressekonferenz am Abend mitteilte, seien 240 Retter im Einsatz, um nach weiteren möglichen Opfern zu suchen.

          Der Alarm ging nach Angaben der Bergbahnen am Dienstag um 14.23 Uhr ein. Bergretter waren am späten Nachmittag oberhalb des Skiorts Crans Montana mit Hubschraubern im Rettungseinsatz. Über die genaue Zahl der Vermissten konnten weder Polizei noch Bergbahnen zunächst Angaben machen. Im Dorf kursierten Gerüchte, dass etwa zehn Personen betroffen seien. Das Onlineportal „lenouvelliste.ch“ zitierte Bürgermeister Nicolas Féraud mit der Angabe, zehn bis zwölf Personen würden noch vermisst.

          Der Lift zwischen dem Dorf und der Station Les Violettes wurde für den Skibetrieb geschlossen und war nur noch in Betrieb, um Retter nach oben zu bringen, wie eine Sprecherin der Bergbahnen sagte. Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschte bestes Wetter.

          Nach dem Abgang einer Lawine im Schweizer Skiort Crans-Montana suchen Helfer nach Verschütteten.

          Das Unglück ereignete sich an den Hängen des knapp 3000 Meter hohen Berges Pointe de la Morte. Crans Montana liegt im Kanton Wallis im Südwesten der Schweiz. Betroffen war die Piste Kandahar, wie die Bergbahnen mitteilten. Zu der Piste heißt es auf der Webseite der Skiregion, dass sie zu einer „Skiroute schwere Klasse“ gehört. Das betroffene Pistenstück soll auf halber Höhe zwischen der Gondelstation Les Violettes und dem Gipfel liegen.

          Ein Lawinenabgang auf eine ausgewiesene Skipiste sei äußert selten, sagte Thomas Stucki, Leiter des Lawinenwarndienstes beim Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Ihm sei in der Schweiz aus den vergangenen zehn Jahren nur ein Unfall mit einem Todesopfer bekannt. Skigebiete werden überall durch Zäune und Verbauung oberhalb der Pisten vor Lawinen
          geschützt. Gefährliche Schneeansammlungen werden gesprengt. Die meisten Lawinen gehen abseits der Pisten ab. Gefährdet sind dabei Tourengänger, die sich auf eigene Gefahr außerhalb der präparierten Pisten aufhalten.

          In Crans Montana soll am kommenden Wochenende das FIS Ski-Weltcuprennen stattfinden. In dem Ort wohnte jahrzehntelang der britische Schauspieler Roger Moore. Er starb 2017 in der Schweiz.

          Der Sender Rhone FM veröffentlichte Fotos, die die Ausläufer der Lawine zeigen sollten. Die Fotos konnten zunächst nicht verifiziert werden. Darauf waren teilweise Skifahrer am Rand von aufgetürmten Schneemassen zu sehen.

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