https://www.faz.net/-gum-7ec5q

Kenia : Ostafrikas Drehkreuz steht still

  • -Aktualisiert am

Wegen des Brandes wurde der Flughafen Jomo Kenyatta komplett geschlossen. Bild: AP

Auf dem Flughafen der kenianischen Hauptstadt Nairobi ist ein großes Feuer ausgebrochen. Der Betrieb auf dem Jomo Kenyatta International Airport, einem der wichtigsten Flughäfen Ostafrikas, kam zum Erliegen.

          Ein Großfeuer hat am frühen Mittwochmorgen weite Teile des Flughafens der kenianischen Hauptstadt Nairobi verwüstet. Offenbar wurde bei dem Brand das gesamte Ankunfts- und Abflugterminal für internationale Flüge zerstört. Menschen kamen bei dem Feuer nach Angaben des kenianischen Innenministeriums nicht zu Schaden. Der Brand, dessen Ursache zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar ist, war gegen 5 Uhr am Morgen (Ortszeit) ausgebrochen.

          Über dem Flughafen standen dicke schwarze Rauchwolken, der Flugverkehr wurde eingestellt. Erst am späten Vormittag gelang es der Feuerwehr, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Der Brand ereignete sich auf den Tag genau 15 Jahre nach den Bombenanschlägen auf die amerikanischen Botschaften in Nairobi (Kenia) und Dar es Salaam (Tansania), für die Al Qaida verantwortlich gemacht wurde. Damals waren 224 Menschen ums Leben gekommen. Kenianische Ermittler wollten am Mittwoch indes nicht über einen terroristischen Hintergrund spekulieren.

          Bilderstrecke

          Der Jomo Kenyatta Airport ist das wichtigste Drehkreuz in Ostafrika und der Heimatflughafen von Kenya Airways, einer der am schnellsten wachsenden Fluggesellschaften in Afrika. Im letzten Jahr verzeichnete der Flughafen mit 6,2 Millionen Passagieren einen neuen Rekordwert – das hohe Passagieraufkommen ist in erster Linie neuen Routen von Kenya Airways nach Indien und China zuzuschreiben. Kenya Airways ist aufgrund einer maßgeblichen Beteiligung der niederländischen KLM Mitglied des so genannten „Sky Teams“ rund um Air France.

          Im Monat August reisen traditionell viele Touristen aus Europa und Amerika in die Tierschutzgebiete Kenias. Der Jomo Kenyatta Airport ist zudem ein bedeutender Umschlagplatz für kenianische Schnittblumen, die per Luftfracht vor allem in die Niederlande transportiert werden.

          Gegenwärtig wird neben dem alten Terminal, das noch aus den sechziger Jahren stammt und buchstäblich aus allen Nähten platzt, ein neues Gebäude errichtet. Dieses Terminal befindet sich allerdings noch in der ersten Bauphase, mit der Fertigstellung ist nicht vor 2015 zu rechnen. Kenya Airways kündigte nach dem Brand an, alle Flüge auf „unbestimmte Zeit“ einzustellen. Die Schließung des Flughafens dürfte dramatische Auswirkungen auf die Flugverbindungen nicht nur nach Ostafrika, sondern auch nach Zentralafrika haben. Kenya Airways unterhält in dieser Region ein dichtes Netz. Die wenigen Maschinen der Gesellschaft, die sich bei Ausbruch des Feuers im Anflug befanden, wurden in die Küstenstadt Mombasa umgeleitet.

          Topmeldungen

          Schlechte Laune im Osten? Das stimmt nicht so ganz.

          Ostdeutschland : Woher die schlechte Laune?

          Steht es dreißig Jahre nach dem Ende der DDR wirklich so schlimm mit der deutschen Einheit und dem Osten? Nein. Die krasse Fehleinschätzung hat auch etwas mit denen zu tun, die heute die politische Meinung im Osten mitprägen.
          Ashton Applewhite

          Altersdiskriminierung : „Man kann nicht jung bleiben“

          Die Amerikanerin Ashton Applewhite kämpft gegen eine Form der Diskriminierung, über die kaum jemand spricht, obwohl sie jeden irgendwann treffen wird. Ein Gespräch über Altersdiskriminierung.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.