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Über 40 Grad in Griechenland : Kein Ende der Gluthitze in Sicht

Ein Flugzeug fliegt Mitte Juli für Löscharbeiten über ein brennendes Waldgebiet auf der östlichen Ägäis-Insel Samos. Bild: dpa

In Griechenland laufen aufgrund der Hitzewelle die Klimaanlagen auf Höchstleistung. Doch die Regierung ruft jetzt die Bevölkerung zum Stromsparen auf.

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          Auch in Griechenland sind keine Anzeichen für ein baldiges Ende der weite Teile Südeuropas beherrschenden Hitzewelle zu erkennen. Auf der Insel Rhodos, wo die mit Einheiten aus Athen verstärkte Feuerwehr am Montag Teilerfolge im Kampf gegen Waldbrände meldete, wurde mit Temperaturen von bis zu 42 Grad gerechnet. In anderen Teilen des Landes sind nach mehreren Tagen von Temperaturen um die 44 Grad am Dienstag nach Angaben von Meteorologen Werte von bis zu 47 Grad zu erwarten.

          Michael Martens
          Korrespondent für südosteuropäische Länder mit Sitz in Wien.

          Hitze von leicht über 40 Grad ist in vielen Teilen Griechenlands im Juli und August durchaus nichts Ungewöhnliches. In Athen sind Temperaturen von 42 oder 43 Grad durch das sehr trockene Klima der griechischen Hauptstadt auch leichter zu ertragen als 35 Grad im feuchten Istanbul. Doch Länge und Intensität der Hitze sind in diesem Sommer auch für griechische Verhältnisse ungewöhnlich.

          Die derzeitige Hitzewelle gilt als die schlimmste in dem Land seit 1987. Damals kamen mehr als 1000 Menschen durch die Folgen der Hitze ums Leben, als für mehr als eine Woche durchgängig Temperaturen von über 40 und auch nachts selten weniger als 30 Grad herrschten. Anders als heute gehörten Klimaanlagen damals noch nicht zum Standard der Wohnungen und Häuser, was besonders alte Menschen das Leben kostete.

          Doch die Tatsache, dass Wohnungen, Geschäfte oder Restaurants heutzutage fast alle klimatisiert sind in Griechenland, birgt eine andere Gefahr, vor der die Regierung von Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis dieser Tage inständig warnt. Befürchtet wird eine Überlastung des Stromnetzes durch die vielen auf voller Leistung laufenden Klimaanlagen. So war es am Sonntag offenbar auf Rhodos geschehen, wo allerdings ein Großbrand der Grund dafür gewesen sein dürfte, dass weite Teile der Insel mitten in der größten Hitze stundenlang ohne Stromversorgung blieben. Die Behörden haben daher zu einem möglichst schonenden Stromverbrauch aufgerufen.

          Die Bevölkerung wurde dazu aufgefordert, Klimaanlagen nicht auf die tiefste mögliche Temperatur einzustellen. Auch wurden die Menschen darum gebeten, nicht gerade zur Mittagszeit und am Nachmittag, wenn der Stromverbrauch am höchsten ist, Waschmaschinen und andere energieintensive Haushaltsgeräte zu benutzen. Anders als in früheren Jahren forderten die Waldbrände bisher jedoch keine Todesopfer in Griechenland.

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