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Katastrophen : Hochwasserlage bleibt angespannt

  • Aktualisiert am

Überschwemmte Uferstraße in Görlitz Bild: ZB

Die Schneeschmelze in Tschechien ließ die Neiße in Görlitz über die Ufer treten. Auch der Pegel der Elbe steigt. Im Norden der Slowakei haben die seit Tagen befürchteten Überschwemmungen eingesetzt.

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          Die Hochwassersituation in Sachsen bleibt angespannt. An der Elbe in Dresden gilt seit Freitag mittag die Hochwasser-Alarmstufe eins.

          Der Pegel hatte zuvor die Marke von 3,50 Meter überschritten. Bis Sonntag abend prognostizierte das Landeshochwasserzentrum am Freitag nachmittag einen weiteren Anstieg auf bis zu sechs Meter. Beim Jahrhunderthochwasser 2002 waren am Pegel Dresden 9,40 Meter gemessen worden.

          Schneeschmelze in Tschechien

          Ein starker Anstieg des Wasserstandes wurde am Freitag in der Neiße verzeichnet. Am Pegel Zittau muß laut Landesamt für Umwelt und Geologie sogar mit der höchsten Alarmstufe vier gerechnet werden. In der Neiße-Stadt Ostritz wurden Sandsäcke bereitgestellt, um auf einen weiteren Anstieg des Wassers vorbereitet zu sein.

          Die Erinnerung ist noch wach: Überfluteter Zwinger in Dresden (August 2002)
          Die Erinnerung ist noch wach: Überfluteter Zwinger in Dresden (August 2002) : Bild: dpa

          Die Schneeschmelze in Tschechien sorgte für einen starken Anstieg der Neiße. Auch für Görlitz war ein Erreichen der Alarmstufe vier nicht auszuschließen. Im Bereich der Mulde wurde für das Wochenende stellenweise mit Alarmstufe drei gerechnet. Von dieser Stufe an kann die Überschwemmung von Teilen von Wohngebieten drohen.

          Scheitel noch nicht in Sicht

          In Dresden wäre bei einem Wasserstand von 5,10 Meter nach Angaben der Stadtverwaltung die erste wichtige Straßensperrung notwendig. Damit wurde für Samstag gerechnet. Nach Angaben des Landesamtes ist der Scheitel des aktuellen Hochwassers noch nicht in Sicht.

          Nach einem Beschluß des Bundesrates müssen künftig Überschwemmungsgebiete förmlich festgestellt und der Öffentlichkeit mitgeteilt werden. Neu gebaut werden darf nach dem neuen Gesetz in Überschwemmungsgebieten nur noch in Sonderfällen und unter strengen Auflagen.

          Überschwemmungen in der Slowakei

          Schmelzwasser und Dauerregen haben auch in der Slowakei und in Polen Hochwasseralarm ausgelöst. Im Norden der Slowakei haben am Freitag die seit Tagen befürchteten Überschwemmungen eingesetzt.

          In Polen schwollen die Flüsse an. In Niederschlesien wurde in mehreren Gemeinden Hochwasseralarm ausgerufen, berichtete der polnische Nachrichtensender TVN 24. Auch im nordostpolnischen Masuren traten Flüsse und Bäche über die Ufer und überfluteten Äcker, Straßen und Keller.

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