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Eruption von Cumbre Vieja : Erstmals Flüge nach La Palma gestrichen

  • Aktualisiert am

Blick auf den Vulkan Cumbre Vieja: Das Haus im Vordergrund ist bislang verschont geblieben. Bild: AFP

Flüge von und zu der Kanareninsel La Palma sind nach weiteren Ausbrüchen des Vulkans Cumbre Vieja vorerst ausgesetzt. Spaniens Regierung kündigte unterdessen Unterstützung für die Opfer der Naturkatastrophe an.

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          Nach einer abermaligen Eruption des Vulkans Cumbre Vieja auf La Palma sind am Freitag alle Flüge von und zu der Kanareninsel gestrichen worden. Die insgesamt sieben Flüge der Fluggesellschaften Binter, Canaryfly und Iberia seien abgesagt worden, teilte die spanische Flughafenbetreibergesellschaft Aena mit. Es waren die ersten gestrichenen Flüge, seitdem der Cumbre Vieja am Sonntag zum ersten Mal seit 50 Jahren ausgebrochen war.

          Am Freitag spuckte der Vulkan bei der wiederholten Eruption eine dicke Wolke schwarzer Asche in die Luft. Im Fernsehen war zu sehen, dass die Menschen in der Nähe des Vulkans wie etwa Feuerwehrleute, Helfer und Journalisten Schutzbrillen und einen Mund-Nasenschutz trugen, um sich vor der Asche zu schützen. Laut dem kanarischen Vulkanforschungsinstitut Involcan können die Eruptionen noch zwischen drei und zwölf Wochen andauern. Die Behörden ordneten weitere Evakuierungen für Teile der Ortschaft El Paso an. Aufgrund der „aktuellen eruptiven Phase“ bestehe ein „erhöhtes Risiko für die Bevölkerung“, teilte die Regionalregierung mit.

          Spanien will derweil die von einem Vulkanausbruch betroffene Kanareninsel zum Katastrophengebiet erklären und einen umfangreichen Wiederaufbauplan verabschieden. Das kündigte Regierungschef Pedro Sánchez am Freitag auf La Palma an.

          Mehr als 6000 Menschen hatten zuvor bereits ihre Häuser verlassen müssen. Die Kanareninsel hat rund 83.000 Einwohner. Hunderte Häuser und große Landstriche wurden durch die Lava zerstört. Die regionalen Behörden schätzen den Schaden auf weit über 400 Millionen Euro. Viele der bisher Evakuierten haben ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Ihnen soll mit einem Sofortprogramm für die Sicherung des Lebensunterhalts geholfen werden. Zudem kündigte die Regionalregierung den Ankauf und Neubau von Wohnungen an. Verletzte gab es weiter nicht.

          Die Kanaren, zu denen auch die beliebten Ferieninseln Gran Canaria, Teneriffa und Lanzarote gehören, sind vulkanischen Ursprungs. Der letzte Ausbruch des Cumbre Vieja hatte sich 1971 ereignet. Überhaupt war er im 20. Jahrhundert nur zweimal ausgebrochen: 1971 und zuvor 1949. Ansonsten galt er als schlafender Vulkan. Zuletzt gab es in der Region 2011 einen Vulkanausbruch am Meeresboden vor der Insel El Hierro.

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