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Johann Westhauser : Rettung aus der Riesending-Höhle kostete eine Million

  • Aktualisiert am

Kostspieliges Gerät: der Freistaat Bayern kommt unter anderem auch für die Hubschraubereinsätze der Polizei auf. Bild: AP

Das bayerische Innenministerium hat die Kosten für die Rettung des Höhlenforschers Johann Westhauser im vergangenen Jahr veröffentlicht. Den größten Teil der Summe übernimmt der Freistaat.

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          Die Rettung des Höhlenforschers Johann Westhauser aus der Riesending-Schachthöhle bei Berchtesgaden im vergangenen Jahr hat fast eine Million Euro gekostet. Das bayerische Innenministerium bezifferte die Summe jetzt auf 960.000 Euro. Davon trage der Freistaat einen Großteil, unter anderem für Hubschraubereinsätze der Bayerischen Polizei, Material der Bergwacht sowie Lohnzahlungen für die Ehrenamtlichen.Westhauser selbst übernehme „einen nicht unerheblichen Beitrag“, teilte das Ministerium der Deutschen Presse-Agentur mit. „Der Anteil entspricht seinen Einkommens- und Vermögensverhältnissen. Es wäre unverhältnismäßig, Westhauser vollumfänglich in Regress zu nehmen.“

          Westhauser hatte an Pfingsten 2014 bei einem Steinschlag in der tiefsten Höhle Deutschlands ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten. In einer elftägigen Aktion wurde er aus 1000 Metern Tiefe gerettet. Mehr als 700 Helfer aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien und Kroatien waren beteiligt. Der Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher und die Stiftung Höhlenrettung hatten laut Mitgliederzeitung bereits 15.000 Euro als Beitrag für die Bergwacht Bayern und in- und ausländische Rettungsorganisationen überwiesen. Der Großteil stammte aus Spenden.

          Höhlenforscher Westhauser

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          Nach Westhausers Rettung wurde die Höhle mit einem massiven Stahlgitter verschlossen, um Ungeübte am Einstieg zu hindern. Wer nun in die Höhle will, muss dies bei der Gemeinde Bischofswiesen beantragen. Schon im vergangenen Herbst hatten Bergwacht, Höhlenretter und Forscher die Höhle aufgeräumt und säckeweise Material nach oben geholt. Jetzt sollen unter anderem noch Seile aus dem oberen Höhlenbereich geborgen werden, die dort ein Jahr lang Regen und Schnee ausgesetzt waren. Wann wieder in der Höhle geforscht wird, ist offen.

          Ein weiterer Unfall überschattet die Tagung. Erst im Juli wurde eine Kollegin Westhausers bei der Erstbegehung einer Höhle am Salzburger Untersberg bei einem Steinschlag getötet. Die 45 Jahre alte Österreicherin hatte bei seiner Rettung geholfen und den Schwerverletzten aus 1000 Metern Tiefe tagelang ans Licht begleitet.

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