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Japan : Mehr als 90 Opfer bei Zugunglück

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Eine Japanerin trauert um die Toten des Zugunglücks von Amagasaki Bild: REUTERS

Schock und Trauer in Japan: Nach dem schweren japanischen Bahnunglück ist die Zahl der Todesopfer auf mittlerweile über 90 gestiegen. Experten untersuchen derzeit die Schienen, denn noch immer gibt es keine Erklärung für das Entgleisen des Zuges.

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          Die Zahl der Todesopfer des schwersten japanischen Bahnunglücks seit 40 Jahren ist am Mittwoch auf 91 gestiegen. Über Nacht gruben Rettungskräfte 18 weitere Leichen aus den Trümmern. 456 Menschen wurden bei dem Unglück verletzt.

          Trotz der schwindenden Hoffnung, noch weitere Überlebende zu finden, kämpften sich Helfer auch am dritten Tag nach dem Unglück durch die Waggontrümmer an Rande der Stadt Osaka. Warum genau der Pendlerzug am Montag entgleist und in ein Mehrfamilienhaus gerast war, wurde noch untersucht.

          Fuhr der Zug zu schnell?

          Daten aus dem Zugsystem zeigten, daß der Zug unmittelbar vor dem Unfall mit einer Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometer fuhr; 30 Stundenkilometer schneller als an dieser Stelle erlaubt waren. Überlebende hatten berichtet, der Zug habe Verspätung gehabt und der Fahrer vielleicht den Rückstand aufholen wollen.

          Das Wrack des Zuges
          Das Wrack des Zuges : Bild: AP

          Bei einer vorherigen Bahnstation sei er zunächst zu weit gefahren und habe zurückfahren müssen. Experten bezweifelten indes, daß überhöhte Geschwindigkeit die alleinige Ursache des Unglücks gewesen sei.

          Noch ein Dutzend Menschen vermißt

          Rund ein Dutzend Menschen wurden noch unter den Trümmern des vollständig zerstörten Zugs vermutet. „Die Rettungskräfte machen in der Hoffnung weiter, daß noch jemand am Leben sein könnte", sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Ein Lebenszeichen von Eingeschlossenen gab es nicht.

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