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Japan : Behörden warnen vor möglichen Nachbeben

Nach dem Erdbeben ist eine Straße in Tokio überschwemmmt. Bild: Kyodo News/AP

Bei dem stärksten Erdstoß seit der Tsunami-Katastrophe 2011 haben sich am Donnerstagabend in Tokio Dutzende Menschen verletzt. Das Beben brachte den Nahverkehr durcheinander, doch Japans Hauptstadt kam glimpflich davon.

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          Nach dem starken Erdbeben in Tokio warnen die Behörden vor möglichen weiteren Nachbeben. Die Erfahrung zeige, dass ein Erdbeben ähnlicher Intensität mit einer Wahrscheinlichkeit von 10 bis 20 Prozent in der Woche nach einem großen Erdbeben auftreten, sagte Shinya Tsukada von der Meteorologischen Behörde Japans in der Nacht zum Freitag.

          Patrick Welter
          Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

          Am späten Donnerstagabend hatte ein Erdbeben der Stärke 5,9 die Hauptstadt erschüttert. Am Freitagmorgen war von mindestens 32 Verletzten die Rede. Drei Menschen verletzten sich in einem Zug, der in einem Stadtteil der Hauptstadt abrupt zum Stehen kam und entgleiste. Das Erdbeben führte zu einem Durcheinander im öffentlichen Nahverkehr. Hochgeschwindigkeitszüge und andere Züge im Großraum Tokio stellten zeitweise den Verkehr ein. In mehreren Stadtteilen brachen Wasserleitungen, berichteten japanische Medien. In der Nachbarpräfektur Saitama brannte ein Haus.

          Das Zentrum des Bildes lag in einer Tiefe von etwa 75 km in der östlichen Nachbarpräfektur Chiba, direkt an der Bucht von Tokio. Die meteorologische Agentur hatte das Erdbeben zunächst mit einer Stärke von 6,1 eingeschätzt, stufte es später aber auf eine Stärke von 5,9 herab. Die Agentur betonte, dass das Beben kleiner gewesen sei als das für Tokio erwartete schwere Erdbeben in der Zukunft.

          Japan und Tokio werden häufig durch Erdbeben erschüttert. Doch am Donnerstagabend war es der schwerste Erdstoß, der in der Hauptstadt seit der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe vor zehn Jahren zu spüren gewesen war.

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