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Unglück in den Alpen : Fels reißt deutsche Wanderin in den Tod

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Die Kaunerkrathütte unterhalb des Madatschjochs in den Ötztaler Alpen Bild: Manfred Neuber

Im Tiroler Pitztal löst sich nach einem heftigen Regenschauer ein Felsbrocken und trifft eine deutsche Wanderin. Auch im italienischen Teil der Alpen kommt es zu einem tödlichen Unfall mit einer deutschen Gruppe.

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          Eine 50 Jahre alte Frau aus dem Raum Dresden ist beim Wandern in Tirol von einem herabstürzenden Fels in den Tod gerissen worden. Wie die Polizei am Mittwochabend mitteilte, erlitt die Frau bei dem Sturz ein Schädel-Hirn-Trauma und einen Genickbruch und dürfte auf der Stelle tot gewesen sein. Die Wanderin war nach Angaben der Polizei mit drei weiteren Frauen aus Deutschland auf dem Cottbuser Höhenweg unweit des Steinkogel im Pitztal unterwegs. Da gegen 12.00 Uhr ein Gewitter aufzog, legten die Frauen auf halbem Weg eine Pause ein, um die Gewitterfront abzuwarten.

          Nach den ersten heftigen Regenschauern lösten sich in einer Rinne über der Gruppe größere Steine und stürzten herab. Die Frau wurde von einem Stein getroffen und dann über felsdurchsetztes Gelände etwa 50 Meter in die Tiefe gerissen. Die Leiche der Frau wurde mit einem Hubschrauber mit einem Tau geborgen. Eine ihrer Begleiterinnen erlitt durch Steinschlag leichte Verletzungen, die beiden anderen Frauen blieben unverletzt.

          Auch im italienischen Teil der Alpen ist eine Gruppe deutscher Sportler in Schwierigkeiten geraten. Ein Mensch sei bei dem Unglück in Valfurva in der Lombardei gestorben, zwei weitere schwerst verletzt und in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte die Notfallrettung der norditalienischen Region am Mittwoch mit. 14 Menschen müssten vom Berg in Sicherheit gebracht werden.

          Eine Seilschaft von zwei Menschen sei in eine Spalte gestürzt, sagte ein Sprecher der Bergrettung der Deutschen Presse-Agentur. Dem Rest der Gruppe gehe es den Umständen entsprechend gut, sie seien aber verängstigt.

          Zwei Hubschrauber, einer aus Bozen und einer aus Sünders, seien zur Unglücksstelle aufgebrochen, so der Sprecher. Das Wetter sei allerdings schlecht. Die Bergsteiger seien im Schnee unterwegs gewesen. Möglicherweise könnten die Menschen in die Spalte gestürzt sein, weil durch die warmen Temperaturen in den letzten Tagen die Schneeoberfläche über den Spalten geschmolzen und aufgeweicht sei. Woher in Deutschland die Alpinisten stammen, war zunächst unklar. Der Sprecher betonte, es könnten auch Österreicher oder Schweizer in der Gruppe gewesen sein.

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