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Iran : Gerettetes Erdbebenopfer stirbt an Herzversagen

  • Aktualisiert am

Dschalil konnte nicht gerettet werden Bild: dpa/dpaweb

Ein nach 13 Tagen gerettetes Erdbebenopfer in Südiran ist am Sonntagmorgen in einem Krankenhaus gestorben. Der 57jährige, der am Donnerstag lebend aus den Trümmern geborgen worden war, erlag einer Herzattacke.

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          Ein nach 13 Tagen gerettetes Erdbebenopfer in Südiran ist am Sonntagmorgen in einem Krankenhaus gestorben. Der 57jährige, der nach dem verheerenden Erdbeben nahe der verwüsteten Stadt Bam lebend aus den Trümmern geborgen worden war, erlag einer Herzattacke, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Irna.

          Der Mann mit Namen Dschalal Schahiki Tschahmaleki war bei dem Beben am 26. Dezember in einen Hohlraum eingeschlossen worden. Bei seiner Rettung am vergangenen Donnerstag hatte er kaum mehr als seinen Namen sagen können und war sofort danach bewußtlos geworden. „Jeder hat geweint, als er starb“, sagte Dr. Mahdi Schadnusch. „Wir haben alles getan, was wir konnten, um ihnen zu retten. Es war sein Schicksal.“ Nach Angaben von Ärzten war er dank eines Wasservorrats am Leben geblieben. Sie sprachen von einem Wunder.

          Besuch der Frau

          Am Samstag hatte ihn seine Frau zum ersten Mal besucht. „Sie weinte still, während sie ihren Mann zärtlich streichelte“, sagte Schadnusch. Als sie von seinem Tod erfahren habe, sei sie in Ohnmacht gefallen. Dschalal stammte aus der 60 Kilometer entfernten Stadt Narmanschir und kam am 25. Dezember zu einer medizinischen Behandlung nach Bam. Am folgenden Morgen wurde er im Haus seiner Schwester von dem Erdbeben überrascht, das mehr als 30.000 Menschen das Leben kostete. Auch zwei seiner acht Kinder wurden getötet.

          Das Erdbeben der Stärke 6,8 auf der Richterskala hatte die Region um Bam am 26. Dezember erschüttert. Fast alle Häuser wurden zerstört. Mehr als 30.000 Menschen kamen dabei uns Leben.

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