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Indonesien : Suche nach Flugzeugwrack geht weiter

  • Aktualisiert am

Bei den Angehörigen wächst die Wut über das Informationschaos Bild: REUTERS

Von dem seit Montag vermissten indonesischen Passagierflugzeug mit 102 Menschen an Bord fehlt weiter jede Spur. Die Behörden des Landes hatten fälschlicherweise bereits verkündet, das Wrack der Maschine sei gefunden worden.

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          Das in Indonesien seit Montag vermisste Verkehrsflugzeug mit 102 Menschen an Bord ist möglicherweise ins Meer gestürzt. Rettungskräfte weiteten die Suche nach der Boeing am Mittwoch auf die Gewässer westlich der Insel Sulawesi aus, jedoch ohne Erfolg. „Wir haben das Flugzeug bisher nicht gefunden“, sagte ein Sprecher der Rettungskräfte in der Stadt Makassar auf Sulawesi. Die Suche solle am Donnerstag bei Tagesanbruch fortgesetzt werden.

          In die wachsende Verzweiflung der Angehörigen mischt sich auch Wut über das Informations-Wirrwarr. Am Vortag hatten die Behörden noch mitgeteilt, das Wrack sei gefunden und es gebe Überlebende. Doch am Ende stellte sich all dies als falsch heraus.

          „Schockiert über diese falschen Erklärungen“

          „Ich bin schockiert über diese falschen Erklärungen. Ich möchte jetzt Gewissheit über das vermisste Flugzeug“, klagte ein Angehöriger im Rundfunk. Die Familien der Flugpassagiere sind dem britischen Sender BBC zufolge unterdessen in der Stadt Makassar auf Sulawesi eingetroffen. Vertreter der Rettungskräfte würden die Angehörigen am Flughafen regelmäßig über den Verlauf der Suchaktionen unterrichten.

          Die betroffene indonesische Privatfluglinie Adam Air habe zudem Informationszentren in örtlichen Hotels eingerichtet, hieß es. Wie der Leiter des Luftwaffenstützpunktes in Makassar, Eddy Suyanto, nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Antara mitteilte, konzentriert sich die Suche nach dem Flugzeug auf das Meer vor West-Sulawesi sowie die Bergregionen nahe Rantepao im Bezirk Tanah Toraja. Das Flugzeug soll zuletzt vor Mamuju in West-Sulawesi auf den Radarschirmen gesichtet worden sein.

          An Bord der vermissten Maschine befanden sich 96 Passagiere, darunter elf Kinder sowie sechs Crew-Mitglieder. Der Kontakt zu der Boeing 737-400 der privaten indonesischen Fluglinie Adam Air war am Montag bei Regen und Wind auf dem Flug von der Insel Java nach Sulawesi abgebrochen.

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