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Indien : Inzwischen mehr als 1000 Monsun-Tote

  • Aktualisiert am

In Bombay bahnen sich Einwohner ihren Weg durch die überfluteten Straßen Bild: dpa/dpaweb

Die Zahl der Opfer im indischen Unionsstaat Maharashtra steigt weiter an. In der Bucht von Bengalen sind mindestens 100 Fischer in den Fluten ertrunken. Zehntausende Menschen leben noch immer in Notunterkünften.

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          Die Zahl der Todesopfer nach den schweren Monsunregenfällen in Indien hat die Marke von 1000 überschritten. Die Niederschläge ließen im Lauf der Woche nach, einige Bezirke des Unionsstaats Maharashtra waren aber auch am Freitag noch überflutet.

          200.000 Menschen, die während des Regens aus ihren Häusern flüchten mußten, lebten noch immer in mehr als 200 Lagern mit Notunterkünften, teilte ein Regierungssprecher mit. Weitere 70.000 seien inzwischen in ihre Häuser zurückgekehrt. Die Lage sei unter Kontrolle. Die Zahl der Personen, die bei den Überschwemmungen und Erdrutschen ums Leben kamen, gab er mit 1039 an.

          Viele Fischer vermißt

          Allein in Bombay wurden fast 450 Menschen getötet. Auch zahlreiche Rinder, eine Haupteinnahmequelle in vielen verarmten Dörfern der Region, kamen in den Fluten um. In der Bucht von Bengalen sind zudem mindestens 100 Fischer auf hoher See ertrunken. 80 Fischer seien rund 35 Kilometer vor der Küste getötet worden, weil sie trotz Sturmwarnung herausgefahren seien, teilte die Küstenwache mit. Weitere 120 Fischer werden seit einem Sturm in der vergangenen Woche in der Bucht von Bengalen vermißt.

          Monsunwolken über der indischen Stadt Agartala

          Der Monsun hat aber auch mindestens 40 Antilopen das Leben gekostet. Die Tiere waren vor mehreren Tagen aus einem Gehege des Tierschutzparks Keoladeo ausgebrochen, um sich vor den Fluten in Sicherheit zu bringen. 22 Antilopen wurden von Hunden totgebissen, wie die Zeitung „Indian Express“ berichtete. Achtzehn weitere verendeten wegen des rauhen Klimas. Der Tierschutzpark nahe der Stadt Bharatpur steht auf der Liste des Unesco-Kulturerbes. Es ist vor allem als Anlaufstelle für Zugvögel bekannt.

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