https://www.faz.net/-gum-9imfq

Schnee und Sturm : Es geht wieder los

  • Aktualisiert am

Berchtesgaden: Schnell schaufeln, bevor wieder neuer Schnee fällt. Bild: dpa

Nach einer kurzen Verschnaufpause erwarten die Wetterdienste für die Alpen, den Schwarzwald und den Bayerischen Wald wieder kräftige Schneefälle. An der Nordsee drohen Sturmböen.

          Das Wetter bleibt ungemütlich. So zeigt sich etwa der Himmel in der Nacht zum Sonntag in der gesamten Republik wolkenverhangen. Im Nordwesten geht Regen nieder und in der Südosthälfte fällt in höheren Lagen Schnee. Für die Alpen, den Schwarzwald und den Bayerischen Wald erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) kräftige Schneefälle. Dort besteht wegen der Schneemassen die Gefahr brechender Bäume.

          Tiefste Temperaturen liegen in Tälern zwischen 6 und 0 Grad, im Bergland herrscht leichter Frost. Im österreichischen Bundesland Salzburg wird von Samstagabend an wieder Schneefall erwartet – der Wetterdienst rechnet bis Montag mit 130 Zentimetern Neuschnee.

          Für Bayern sagte der DWD heftige Niederschläge vorher. „Die Wetterlage ist sehr ernst zu nehmen“, sagte ein Sprecher. Es gab Unwetterwarnungen für den Süden Bayerns. Die Schneefallgrenze soll von 600 Metern am Samstagabend auf 1000 Meter am Sonntagmorgen steigen und am Montag wieder auf 500 Meter sinken. Neuschnee und Regen erhöhen den Druck, der auf den Dächern lastet. In Schönau am Königssee beispielsweise kam ein Helikopter zum Einsatz, der den Schnee von an Straßen stehenden Bäumen wirbeln sollte. Für die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach, Traunstein, Garmisch-Partenkirchen und Teile des Berchtesgadener Lands gilt der Katastrophenfall. Der soll voraussichtlich noch bis Dienstag dauern.

          Die Lawinengefahr in den Alpen ist erheblich. In Ruhpolding und Reit im Winkl im Kreis Traunstein nahm die Bundeswehr nach Behördenangaben mehrere kontrollierte Lawinensprengungen vor. Zugleich drohen ab Sonntag wegen Tauwetters Überschwemmungen an mehreren Flüssen nördlich der Donau und in den Alpen. Wegen verschneiter Gleise ist der Regionalverkehr in Teilen von Oberbayern, Schwaben und Niederbayern weiter eingestellt. Nach Angaben eines Bahnsprechers fallen auch in den kommenden Tagen zahlreiche Züge aus.

          In vielen Teilen Deutschlands wird der Sonntag bedeckt und regnerisch. Gewitter im Norden sind laut DWD nicht ausgeschlossen. Die Schneefallgrenze steigt an. Daher herrscht in Mittelgebirgen starkes Tauwetter. Höchsttemperaturen liegen zwischen 4 Grad im Südosten und 10 Grad entlang des Rheins. Stürmischer Westwind mit Sturmböen droht an der Nordsee.

          Die Niederschläge klingen in der Nacht zum Montag im Norden ab. In der Mitte und im Süden regnet es weiterhin. Dort fällt in höheren Lagen Schnee und Schneeregen. Mit 5 bis 1 Grad bleibt der Frost meist aus. Im Bergland und an den Alpen sinken die Temperaturen auf bis zu -3 Grad. An der See und in höheren Lagen wehen Sturm- und Orkanböen.

          Am Montag lockert der Himmel im Nordosten auf, an der Ostsee wird es sonnig. In der Mitte und im Süden erwartet der DWD schauerartige Regen- oder Schneefälle. Es bleibt stürmisch. Höchsttemperaturen liegen in der Osthälfte zwischen 2 und 4 Grad, in der Westhälfte bei 4 bis 8 Grad. In der Nacht zum Dienstag bei wechselnder bis starker Bewölkung allmählich nachlassende Niederschläge.

          Topmeldungen

          Amt des Kommissionspräsidenten : Wer folgt auf Juncker?

          Das Gerangel um die Besetzung der EU-Spitzenposten geht an diesem Donnerstag in die entscheidende Runde. Am Ende müssen sich Berlin und Paris einigen. Doch Merkel und Macron verfolgen unterschiedliche Strategien.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.