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Im Himalaya : Schlechte Sicht führte offenbar zu Flugzeugabsturz

  • Aktualisiert am

Die Maschine zerschellte knapp vor der Landebahn Bild: AP

Plötzliche schlechte Sicht hat offenbar zu dem Flugzeugunglück in Nepal geführt, bei dem auch zwölf deutsche Touristen starben. Die Opfer sind nach wie vor nicht identifiziert. Ein deutscher Flugunfallexperte ist auf dem Weg nach Nepal, um bei der Untersuchung des Unglücks zu helfen.

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          Plötzliche schlechte Sicht hat offenbar zu dem Flugzeugunglück in Nepal geführt, bei dem auch zwölf deutsche Touristen starben. Um auf dem Flughafen von Lukla nahe dem Mount Everest landen zu können, bräuchten die Piloten eine Mindestsichtweite von fünf Kilometern, doch beim Landeanflug habe sich die Sicht plötzlich verschlechtert, sagte der Flughafenvertreter Mohan Adhikari am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Vor der Unglücksmaschine seien zwei andere Flugzeuge sicher gelandet. „Der Pilot ist wahrscheinlich davon ausgegangen, dass er ebenfalls keine Probleme haben würde“, sagte Adhikari.

          Die Propellermaschine der Yeti Airlines war am Mittwoch nach einer Bruchlandung in Flammen aufgegangen, 18 Menschen starben, als einziger überlebte der Pilot das Unglück. Er habe sich inzwischen weitgehend von seinen Verletzungen erholt und werde so rasch wie möglich befragt, sagte Adhikari.

          Opfer nach Kathmandu geflogen

          Die Leichen der 18 Opfer wurden am Donnerstag per Hubschrauber zur Identifizierung nach Kathmandu geflogen. Um die nepalesischen Behörden bei der Identifizierung der deutschen Touristen zu unterstützen, sollte im Laufe des Tages ein Beraterteam des Bundeskriminalamtes (BKA) in Kathmandu eintreffen, wie ein Sprecher des Auswärtigen Amts mitteilte.

          Bild: F.A.Z.

          Bei den deutschen Opfern handelt es sich um eine Reisegruppe, die bei dem Münchner Veranstalter „Hauser Exkursionen“ eine Trekking-Tour gebucht hatte. Nach Angaben einer Hauser-Sprecherin wurden die Angehörigen der mutmaßlichen Opfer inzwischen von der Polizei unterrichtet. Unmittelbar darauf habe auch der Veranstalter mit den Hinterbliebenen Kontakt aufgenommen, um sie unter anderem bei der Rückführung der sterblichen Überreste zu unterstützen.

          Unfallexperte auf dem Weg nach Nepal

          Die Mitglieder der Reisegruppe kommen der Sprecherin zufolge aus Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Nach Angaben der Polizei ist vermutlich ein frisch verheiratetes Ehepaar aus Braunschweig bei dem Absturz ums Leben gekommen. Um letzte Zweifel auszuräumen, sei Material zur Identifizierung der beiden Leichen nach Nepal geschickt worden, sagte ein Vertreter der Braunschweiger Polizei am Donnerstag.

          Neben dem BKA hat auch die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) einen Experten nach Lukla entsandt. Ein Sachverständiger sei auf dem Weg und solle am Abend in Nepal eintreffen, sagte ein BFU-Sprecher in Braunschweig. Die Bundesstelle rechne damit, dass die genaue Unglücksursache möglicherweise erst in einem Jahr geklärt sein könnte.

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