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„Vorsichtsmaßnahmen“ getroffen : Hurrikan „Isaias“ nähert sich den Bahamas und Florida

  • Aktualisiert am

„Isaias“ über der Dominikanischen Republik in der Nacht zum Freitag Bild: AFP

Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Kilometern in der Stunde: Der Hurrikan „Isaias“ soll am Samstag auf die Südküste des Floridas treffen. Der amerikanische Bundesstaat meldet derweil so viel Corona-Tote wie noch nie zuvor.

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          Der Tropensturm „Isaias“ ist zu einem Hurrikan der Kategorie 1 hochgestuft worden und zieht mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern auf die Bahamas und den besonders stark vom Coronavirus betroffenen amerikanischen Bundesstaat Florida zu. Das amerikanische Hurrikan-Zentrum NHC rechnete in der Nacht zum Freitag (Ortszeit) damit, dass der Hurrikan binnen der kommenden 48 Stunden weiter an Stärke zunehmen wird. Er befand sich dem NHC zufolge etwa 110 Kilometer ostsüdöstlich der Insel Great Inagua im Südosten der Bahamas und bewegte sich in Richtung Nordwesten weiter. Es wurde erwartet, dass „Isaias“ am Freitagabend das Zentrum der Bahamas und am Samstag Südflorida erreicht.

          Am Donnerstag hatte „Isaias“ Überflutungen und kleine Schlammlawinen in Puerto Rico und der Dominikanischen Republik ausgelöst und für Stromausfälle gesorgt. In Puerto Rico wurden wegen starken Regens Straßen überflutet, Bäume umgestürzt und Telefon- und Stromleitungen beschädigt. Puerto Rico erholt sich noch von den Auswirkungen vorheriger Hurrikans und Erdbeben. Die Nationalgarde rettete mindestens 35 Menschen, darunter zwei Neugeborene. In der Stadt Rincón wurde Behörden zufolge eine Frau vermisst, die weggeschwemmt wurde, als sie versuchte, über eine Brücke zu fahren.

          In der Dominikanischen Republik warnte die Regierung die Bevölkerung über Lautsprecher und rief Evakuierung auf. Ein Mensch kam durch den Sturm ums Leben. Die Polizei nahm in der Hauptstadt Santo Domingo einige Surfer fest, die beschuldigt wurden, gegen Sturmwarnungen der Regierung verstoßen zu haben.

          Mehrere Corona-Teststellen geschlossen

          In Florida hatten die Behörden wegen des herannahenden Sturms am Donnerstag bereits mehrere provisorische Corona-Teststellen geschlossen, die nur aus Zelten bestehen. Die Behörden sprachen von einer „Vorsichtsmaßnahme“. Es gab jedoch noch keine Evakuierungsanordnungen.

          Santo Domingo am 30 Juli: In der Dominikanischen Republik hat der Hurrikan bereits Verwüstungen angerichtet.
          Santo Domingo am 30 Juli: In der Dominikanischen Republik hat der Hurrikan bereits Verwüstungen angerichtet. : Bild: AFP

          In dem südlichen amerikanischen Bundesstaat wurden allein am Donnerstag 253 Corona-Tote gemeldet. Das ist ein neuer 24-Stunden-Höchstwert und der dritte in Folge. Der Bundesstaat ist mit mehr als 461.000 gemeldeten Corona-Infektionen zu einem der Zentren der Pandemie in den Vereinigten Staaten geworden. Mehr Infektionsfälle hat nur der bevölkerungsreichste amerikanische Bundesstaat Kalifornien. Fast 6600 der 21 Millionen Einwohner Floridas starben nach Behördenangaben bisher an den Folgen einer Corona-Infektion. Insgesamt registrierten die Vereinigten Staaten bereits mehr als 150.000 Corona-Tote.

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