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„Zeichen der Hoffnung“ : Stromversorgung in einigen Haushalten in New Orleans wiederhergestellt

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Wegen des flächendeckenden Stromausfalls in der Metropole im US-Bundesstaates Louisiana hatte die Bürgermeisterin eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Bild: AP

Es sei ein „erster Schritt“: In New Orleans haben einige Haushalte wieder Strom. Die vollständige Wiederherstellung des Stroms wird wegen der erheblichen Schäden durch Hurrikan „Ida“ aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

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          In der Großstadt New Orleans haben einige Haushalte nach dem Hurrikan „Ida“ wieder Strom. Am Mittwochmorgen (Ortszeit) sei die Stromversorgung für einige Haushalte im Osten der Stadt wiederhergestellt worden, teilte der Versorger Entergy mit.

          „Dies ist der erste Schritt zur Wiederherstellung der Stromversorgung im Großraum nach den Verwüstungen durch Hurrikan ‚Ida‘“, hieß es. Es sei ein „Zeichen der Hoffnung“.

          Wegen des flächendeckenden Stromausfalls in der Metropole im US-Bundesstaates Louisiana hatte die Bürgermeisterin eine nächtliche Ausgangssperre verhängt.

          Die vollständige Wiederherstellung des Stroms werde wegen der erheblichen Schäden in der gesamten Region aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen, so Entergy weiter. 

          Bislang wurden in Louisiana und im benachbarten Bundesstaat Mississippi vier Tote infolge des Sturms gemeldet. Angesichts der großen Schäden befürchteten die Behörden aber, dass die Opferzahl steigen könnte. Im Flutgebiet suchen Helfer laut Medien auch nach einem Mann, der von einem Alligator angegriffen worden sein soll.

          „Ida“ war am Sonntag als gefährlicher Hurrikan der Stärke vier von fünf südwestlich von New Orleans auf die Küste des US-Bundesstaates Louisiana getroffen. Inzwischen schwächte er sich zum Tropentief ab und zog über Mississippi nach Tennessee weiter, wie das Nationale Hurrikanzentrum (NHC) in der Nacht zum Mittwoch mitteilte.

          Alligator-Attacke in der Flut

          In Louisiana bildeten sich vielerorts an Tankstellen lange Schlangen. Menschen standen geduldig mit Kanistern an, um an den Zapfsäulen Benzin für Generatoren zu bekommen, weil der Strom in der Region ausgefallen war. Fotos zeigten andernorts Dutzende Autos, die in langen Schlangen darauf warteten, ihre Tanks füllen zu können. In der Region waren viele Tankstellen geschlossen, entweder wegen Sturmschäden oder weil ihnen der Strom zum Pumpen des Benzins fehlte. Zudem waren immer noch viele Straßen von Trümmern blockiert, weswegen Tankstellen kaum Nachschub bekommen konnten.

          Nahe der Ortschaft Slidell wird seit Montag ein Mann vermisst, der von einem Alligator attackiert und schwer verletzt worden sein soll. Wie das örtliche Sheriff-Büro mitteilte, berichtete die Frau des 71-Jährigen, das Tier habe ihn angegriffen, als er in der Umgebung ihres Hauses durch das Flutwasser ging. Eine Untersuchung sei im Gange. Nach Aussage der Frau habe ihr Mann etwas im Schuppen nachschauen wollen, sagte Polizeisprecher Lance Vitter der örtlichen Zeitung „The Times-Picayune“.

          Die Frau habe demnach den Mann noch aus dem Wasser ziehen können. Sie sei dann in einem Boot losgefahren, um Hilfe zu holen. Bei ihrer Rückkehr mit Polizisten sei der 71-Jährige verschwunden gewesen. Die Suche dauere an, hieß es. Das Haus befinde sich in einem Sumpfgebiet, in dem Alligatoren lebten. Ein Feuerwehrsprecher berichtete in der Zeitung „USA Today“ und im Sender NBC News ebenfalls von dem Vorfall. Sheriff Randy Smith rief die Einwohner auf, in den überschwemmten Regionen besonders wachsam zu sein, da sich Wildtiere infolge des Sturms Wohngebieten nähern könnten.

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