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Hurrikan „Dorian“ : Zahl der Toten auf Bahamas steigt auf 20

  • Aktualisiert am

Verwüstung in Freeport auf den Bahamas nach Hurrikan „Dorian“ Bild: AP

Die Zahl der Toten könnte laut Gesundheitsministerium weiter steigen. Die Vereinten Nationen warnen, dass 70.000 Menschen dringend Trinkwasser, Lebensmittel und Notunterkünfte benötigen.

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          Die Zahl der Toten auf den Bahamas nach dem verheerenden Hurrikan „Dorian“ hat sich offiziell auf 20 erhöht. Es sei davon auszugehen, dass die Zahl weiter steigen werde, sagte Gesundheitsminister Duane Sands.

          Mindestens 17 Menschen seien auf der Insel Abaco ums Leben gekommen, drei auf Grand Bahama. Drei der Opfer seien gestorben, nachdem sie in ein Krankenhaus auf New Providence gebracht worden seien. Weitere Details könne er derzeit nicht mitteilen, sagte Sands, da die Regierung noch daran arbeite, mit den Familien Kontakt aufzubauen.

          „Dorian“ war am Sonntag als Hurrikan der Kategorie 5 auf Abaco getroffen und verharrte anderthalb Tage lang als Hurrikan der Kategorie 4 über Grand Bahama. Beide Inseln befinden sich im Norden der Bahamas in der Karibik.

          Lebensmittel, Trinkwasser und Notunterkünfte

          Der amerikanische Präsident Donald Trump sicherte der Regierung der Bahamas „alle angemessene Hilfe“ zu. Trump habe in einem Telefonat mit Premierminister Hubert Minnis auch sein Beileid ausgedrückt für die Opfer.

          Nach Angaben der Vereinten Nationen benötigen rund 70.000 Menschen dringend Hilfe zum Überleben. Die Abaco-Inseln und Grand Bahama hätten „enorme Verwüstung“ erlitten, erklärte UN-Nothilfekoordinator Marc Lowcock. Die Bevölkerung brauche ersten Bestandsaufnahmen zufolge dringend Lebensmittel, sauberes Trinkwasser und Notunterkünfte. Bislang seien die Inseln nur per Hubschrauber zu erreichen, weil die Flughäfen überschwemmt oder beschädigt seien. Auch Verbindungsstraßen auf den Inseln könnten nicht genutzt werden.  

          Die Bahamas seien ein relativ wohlhabendes Land, doch angesichts des Ausmaßes der Katastrophe, das fast ein Fünftel der Bevölkerung betreffe, sei auch Hilfe von außen nötig, erklärt Lowcock. Teile der Inseln sind immer noch von der Außenwelt abgeschnitten, es gibt keine Stromversorgung mehr und nur noch stark eingeschränkte Kommunikationsmöglichkeiten.

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