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Hurrikan „Dorian“ : Hunderttausende Haushalte ohne Strom

  • -Aktualisiert am

Bild: Reuters

Die Ausläufer von „Dorian“ haben in Georgia und South Carolina Strommasten zerstört – mehr als 200.000 Haushalte waren ohne Strom. Der Hurrikan ist mittlerweile wieder zu Kategorie drei hochgestuft worden.

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          Auf seiner Bahn zur amerikanischen Südostküste ist Hurrikan Dorian wieder auf die Kategorie drei hochgestuft worden. Obwohl das Auge des Wirbelsturms am Donnerstagmorgen noch 160 Kilometer südlich von Charleston in South Carolina entfernt war, haben Windgeschwindigkeiten von bis zu 185 Kilometern pro Stunde viele Bäume umgerissen. Dadurch wurden auch Strommasten zerstört, so dass in South Carolina und in Georgia mehr als 200.000 Haushalte ohne Strom waren. Für Donnerstag wurde eine über drei Meter hohe Sturmflut in Charleston erwartet. Große Teile der Stadt standen da schon unter Wasser. Aus Wilmington in North Carolina wurde ein Tornado gemeldet. Eine solche Windhose hatte zuvor schon in Myrtle Beach in South Carolina für Zerstörungen gesorgt.

          Majid Sattar

          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Auf den Bahamas, wo der Hurrikan eine Schneise der Verwüstung hinterlassen hat, wurde der Tod von 20 Bewohnern gemeldet. „Wir erwarten, dass diese Zahl noch steigt“, sagte Premierminister Hubert Minnis. Viele Menschen würden noch vermisst. Dorian hatte auf dem Inselstaat in der Karibik als Hurrikan der Kategorie fünf fast drei Tage gewütet. Es handelte sich um den verheerendsten Wirbelsturm auf den Bahamas seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Vereinten Nationen teilten mit, 70.000 Menschen, fast jeder fünfte Einwohner der Bahamas, benötige dringend Hilfe zum Überleben. Erste Hilfslieferungen erreichten am Mittwoch die schwer getroffenen Gebiete. Der amerikanische Präsident Donald Trump sicherte Minnis in einem Telefonat Unterstützung zu. Die Küstenwache der Vereinigten Staaten flog Verletzte mit Hubschraubern aus. Auch Kanada und Großbritannien helfen.

          Washington beschäftigt sich derweil mit der Frage, ob der Hurrikan anfänglich auch den Bundesstaat Alabama bedrohte. Trump hatte am Sonntag auf Twitter geschrieben, Alabama, das über einen kurzen Küstenabschnitt am Golf von Mexiko verfügt, könnte ebenfalls heftig von Dorian getroffen werden. Der Wetterdienst des Bundesstaates stellte daraufhin klar: „Alabama wird keine Auswirkungen von ,Dorian‘ spüren.“ Viele Medien griffen das belustigt auf, woraufhin der Präsident nachlegte: Bei einer Unterrichtung im Oval Office präsentierte er eine Karte des Hurrikan-Verlaufs, auf der jemand offenbar mit einem schwarzen Filzstift das Gebiet der möglichen Sturm-Ausbreitung so vergrößert hatte, dass auch noch Alabama berührt wurde. Am Donnerstag insistierte Trump, es habe ursprünglich Wirbelsturm-Prognosen gegeben, die auch Alabama einschlossen.

          Hurrikan „Dorian“ an der Ostküste der Vereinigten Staaten

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