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Unglück im Zentrum Manhattans : Keine Hinweise auf Terror bei Hubschrauberabsturz

  • Aktualisiert am

Einsatzkräfte auf der Straße am Unglücksort in Manhattan Bild: AFP

Nach dem Hubschrauberunglück im Zentrum von New York hat der Bürgermeister der Stadt Entwarnung gegeben. Es gebe keine Hinweise auf einen Akt des Terrors, sagte Blasio am Montag.

          Bei dem Helikopter-Absturz im Zentrum Manhattans deutet nach Angaben des New Yorker Bürgermeisters Bill de Blasio nichts auf einen Terrorangriff hin. „Es gibt keine Hinweise darauf, dass dies ein Akt des Terrors war“, sagte de Blasio bei einer improvisierten Pressekonferenz am Unglücksort nahe des Times Squares. Auch gebe es keine „anhaltende Bedrohung“.

          Allerdings sei die Ostküstenmetropole womöglich an einer noch größeren Katastrophe vorbeigeschrammt: „Das hätte ein sehr viel schlimmerer Zwischenfall sein können“, sagte de Blasio. Es sei ersten Erkenntnissen zufolge ein Mensch gestorben, bei dem es sich vermutlich um den Piloten handele. Die Flugaufsichtsbehörde FAA teilte mit, nach ersten Informationen sei nur der Pilot an Bord gewesen.

          Die Ursachen des Unglücks blieben zunächst unklar. Der Hubschrauber war am Montag bei einer mutmaßlich missglückten Landung auf das Dach eines Hochhauses gestürzt. New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo sagte, der Hubschrauber habe versucht, auf dem Hochhausdach notzulanden. Dabei sei ein Feuer ausgebrochen, das jedoch schnell wieder gelöscht werden konnte, wie die New Yorker Polizei auf Twitter mitteilte.

          Wie die New Yorker Polizei später ergänzte, sei der Hubschrauber in Privatbesitz gewesen. Demzufolge war er von einem Hubschrauberlandeplatz in der 34igsten Straße gestartet und nur elf Minuten später verunglückt.

          Zu dem Absturz kam es in der 7th Avenue zwischen der 51igsten und 52igsten Straße in Manhattan in der Nähe des berühmten Times Square. Der Hubschrauber stürzte gegen 13:34 Uhr Ortszeit in das „Axa Equitable Center“, ein 229 Meter hoher Wolkenkratzer, in dem neben anderen Unternehmen der Versicherer Axa und die französische Bank BNP Paribas Büros haben.

          Zum Zeitpunkt des Absturzes herrschte schlechtes Wetter in New York, es regnete. Die Wolken hingen so tief, dass die Spitzen der Wolkenkratzer in Manhattan nicht zu erkennen waren. Die Polizei sperrte die Straßen um den Unglücksort ab. Zahlreiche Rettungskräfte waren im Einsatz.

          Der 59-jährige Nathan Hutton arbeitet in einer Bank in dem betroffenen Hochhaus. „Wir haben den Aufprall gespürt“, sagte er vor Reportern. „Wir haben gespürt, als er (der Hubschrauber) das Gebäude traf. Wir dachten, es wäre so etwas wie ein Erdbeben.“ Zwei Minuten später sei ein Alarm losgegangen.

          Die Mitarbeiter seien aufgefordert worden, das Gebäude zu verlassen, dabei aber nicht die Aufzüge zu nehmen, sagte Hutton - er arbeitet nach eigenen Angaben im 29. Stock des Hochhauses. Die Menschen im Gebäude hätten sich über die Feuertreppe in Sicherheit gebracht. Im Treppenhaus hätten sie Rauch gerochen. „Als wir in die Lobby kamen, sahen wir Feuerwehrleute und Polizisten.“ Sie hätten sie energisch dazu aufgefordert, das Gebäude sofort zu verlassen.

          Cuomo wurde bei seinem kurzen Statement auch auf die Anschläge vom 11. September 2001 angesprochen, als Terroristen Flugzeuge unter anderem in das World Trade Center in New York steuerten. Es gebe keine Hinweise darauf, dass es sich um einen ähnlichen, terroristisch motivierten Vorfall handele, sagte der Gouverneur.

          Ein Blick auf das Hochhaus in Manhattan, wo der Hubschrauber am Montag bei der Landung auf dem Dach verunglückt ist.

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