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Unwetter in Simbach : Dammbrüche und verstopftes Rohr führten mit zur Flut

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Eine von Wassermassen unterspülte Landstraße ist am 1. Juni in Simbach am Inn – Dammbrüche und ein verstopftes Rohr haben die Flutkatastrophe mit ausgelöst. Bild: dpa

Der starke Regen hat in Simbach vor zehn Tagen auch deshalb zu einer Katastrophe mit mehreren Toten geführt, weil es Dammbrüche und ein verstopftes Rohr gab. Alleinige Ursache war das aber nicht.

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          Die Flutkatastrophe in Simbach am Inn (Landkreis Rottal-Inn) mit mehreren Toten ist auch durch Dammbrüche und mindestens ein verstopftes Rohr ausgelöst worden. „Sie können aber nicht die alleinige Ursache gewesen sein“, sagte Simbachs Bürgermeister Klaus Schmid (CSU) am Freitag. Es habe am Mittwoch vergangener Woche so stark geregnet, dass das Unglück nach seiner Einschätzung nicht verhindert werden konnte.

          „Wenn ein Damm am Simbach auf einer Länge von 75 Metern bricht, reißt natürlich eine Menge Wasser in den Ort“, sagte Schmid. Auch eine Auffahrt zu einem Schulzentrum vor den Toren der Stadt habe den Wassermassen nicht standgehalten. „Die sieht zwar aus wie ein Damm, hat aber nicht die Funktion eines Damms“, erklärte der Bürgermeister.

          „Da kommen viele Faktoren zusammen“

          Die „Süddeutsche Zeitung“ hatte am Freitag berichtet, Wassermassen hätten sich an einem mit Baumstücken und Sträuchern verstopften Rohr an diesem Weg zur Schule gestaut, so dass diese damm-artige Konstruktion am Nachmittag des 1. Juni brach. „Die reine Ursache für die Flutwelle ist das nicht“, sagte Schmid dazu. „Da kommen viele Faktoren zusammen.“

          Derzeit stünden noch die Aufräumarbeiten im Vordergrund. Aber es werde ebenso analysiert, was zu der Katastrophe führte, bei der auch zahlreiche Häuser zerstört wurden und Sachschaden im Millionenbereich entstand. „Das wird aber noch längere Zeit brauchen“, sagte Schmid.

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