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Hochwasser : Deggendorf gefährlich verschmutzt

  • -Aktualisiert am

Ausgelaufenes Öl schimmert auf dem Wasser rund ums Deggendorfer Kreuz Bild: dpa

Horst Seehofer will die Landesmittel für den Hochwasserschutz verdoppeln. In Niederalteich und anderen Gemeinden im Landkreis Deggendorf wird dies dringend nötig sein.

          Im niederbayerischen Landkreis Deggendorf haben am Wochenende in den meisten Ortschaften, die vom Hochwasser überflutet worden sind, die Aufräumarbeiten begonnen. Bis auf wenige Ausnahmen konnten die Bewohner wieder in ihre Häuser zurückkehren. Die Schäden, die sie erlitten haben, sind noch nicht abzuschätzen. Sie sind auf fachmännische Hilfe angewiesen, da das Wasser, das eingedrungen ist, teilweise durch Öl und andere Stoffe verschmutzt ist; auch von Photovoltaikanlagen, die überspült worden sind, können besondere Gefahren ausgehen.

          Im besonders geschädigten Fischerdorf, einem Stadtteil von Deggendorf, musste ein Damm zur Donau geöffnet werden, da das Wasser nicht abfloss. In Niederalteich hat die Gemeindeverwaltung, deren Büros noch nicht zugänglich sind, sich provisorisch in einem Café eingerichtet. Insgesamt wird die Zahl der Menschen, die im Landkreis Deggendorf zeitweise ihre Häuser verlassen mussten, auf 6000 geschätzt. Es wurde am Wochenende weiter daran gearbeitet, die Autobahnen, die bei Deggendorf kreuzen, befahrbar zu machen; auf der A 92 war in beiden Richtungen je eine Fahrspur wieder frei.

          Der Sportplatz in Niederalteich Bilderstrecke

          Auch in den anderen bayerischen Regionen, die unter dem Hochwasser gelitten haben, konnten weitere Schäden beseitigt werden. Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) kündigte an, die finanziellen Landesmittel für den Hochwasserschutz zu verdoppeln. Bislang waren für den Zeitraum bis 2020 rund 2,3 Milliarden Euro vorgesehen, davon sind 1,6Milliarden Euro schon ausgegeben. Sorgen bereiteten die Wettervorhersagen, die in Bayern in den nächsten Tagen starke Niederschläge erwarten lassen.

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