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Hochwasser : Tote bei Überschwemmungen

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Offizieller Sommeranfang - und in Europa werden große Gebiete von Überschwemmungen bedroht. Bild: AP

Sechs Menschen sterben in den Regenfluten in Tschechien. Häuser stehen unter Wasser, Autos werden weggespült und Straßen sind unbefahrbar. In Bayern und Österreich scheint das Schlimmste aber bereits überstanden zu sein.

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          In den Hochwassergebieten Bayerns und Österreichs entspannt sich die Lage, während die Menschen in Polen und Tschechien weiter gegen die Regenfluten kämpfen. In der Nacht zum Donnerstag forderte das Hochwasser im tschechischen Novi Jicin (Neutitschein) neun Todesopfer, teilte der Ministerpräsident des Landes Jan Fischer in Prag mit. Auch in Polen haben schwere Überschwemmungen den Verkehr behindert und Häuser überflutet. In Bayern und Österreich konnten die Menschen dagegen zunächst aufatmen.

          Die Polizeipräsidien im besonders betroffenen Südosten Bayerns meldeten am Donnerstagmorgen keine größeren Behinderungen mehr.

          Hochwasserlage im Osten kritisch

          Das Wasser stieg im Nordosten Tschechiens in der Nacht zum Donnerstag auf bis zu sieben Meter über den Normalstand. Dutzende Häuser waren unter Wasser, Autos wurden weggeschwemmt. Vier Zugstrecken, darunter eine Verbindung nach Polen, hatte die tschechische Bahn gesperrt. Die Regierung in Prag wollte im Laufe des Donnerstags den nationalen Sicherheitsrat einberufen. Im Süden Polens waren vor allem die Städte Bielsko-Biala, Olsztyn (Allenstein) und Ostroda (Osterode) vom Hochwasser betroffen. Auch ein Krankenhaus wurde überflutet.

          Bahnübergänge sind nur noch mit Booten zu überqueren. Tausende Feuerwehrleute und Soldaten kämpfen gegen die Fluten.

          Angesichts des nachlassenden Dauerregens in der Nacht zum Donnerstag gingen die Pegelstände vielerorts zurück, wie der Hochwasserlagedienst des Bayerischen Landesamtes für Umwelt in München mitteilte. So sanken die Fluten der Donau bei Passau bis zum Donnerstagvormittag auf rund 7,40 Meter, nachdem sie am späten Mittwochabend mit etwa acht Metern ihren Höchststand erreicht hatten.

          Durch den Starkregen vor allem in Oberbayern waren in der ersten Wochenhälfte einzelne Straßen überspült und Äcker überschwemmt worden. „In der Nacht zum Donnerstag haben die Niederschläge deutlich nachgelassen“, sagte ein Sprecher des Hochwasserlagedienstes. Dadurch habe sich unter anderem die Lage an den Zuflüssen des Inn zusehends entspannt. Auch von der Isar in München wurden demnach leicht sinkende Pegelstände gemeldet, in Landshut stieg der Isar-Pegel allerdings noch leicht an. „Am Freitag rechnen wir aber durchgehend mit fallenden Wasserständen“, sagte der Sprecher.

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