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Hochwasser in Sachsen : Wie ein Dorf höhergelegt werden soll

Blick auf den Überschwemmungsraum der Elbe: Links hinter dem geriffelten Feld liegt Brockwitz. Bild: Robert Gommlich

In einem sächsischen Dorf setzte die Elbe schon mehrfach Gebäude unter Wasser – doch ein Deich war keine Option. Stattdessen gibt es nun eine neue Hoffnung für die Bewohner: Ihre Häuser sollen um drei Meter angehoben werden.

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          Die Elbe ist vom Grundstück der Mareks nicht zu sehen. Weite Wiesen und ein paar Bäume erstrecken sich hinter ihrem Haus im Dorf Brockwitz, rechts­elbisch zwischen Dresden und Meißen gelegen, fast bis zum Horizont. Die Herbstsonne taucht den kleinen See­rosenteich vor der Terrasse in goldgelbes Licht. „Ist das nicht idyllisch hier?“, fragt Thekla Marek. „Wir leben hier, wo ­andere Urlaub machen“, sagt Peter Marek, ihr Mann.

          Stefan Locke
          Korrespondent für Sachsen und Thüringen mit Sitz in Dresden.

          Doch die Idylle ist bisweilen trügerisch. Dreimal haben das die Mareks in den vergangenen 20 Jahren erfahren müssen. 2002, bei der großen Elbe-Flut, soff ihr Haus bis zur ersten Etage ab. Das Haus war noch fast neu, doch gegen Hochwasser versichert war es nicht. So eine Flut, dachte Peter Marek, sei eben Pech, passiere im Leben aber auch nur einmal. „Ich war voller Elan, alles wiederaufzubauen.“

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