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Ingenieure entsendet : Elon Musk will bei Rettung von Jungen aus thailändischer Höhle helfen

  • Aktualisiert am

Elon Musk beteiligte sich bereits im letzten Jahr bei den Aufräumarbeiten nach einem Hurrikan auf Puerto Rico. Bild: AP

Seit zwei Wochen sitzen eine Jugendfußballmannschaft und ihr Trainer in der thailändischen Höhle fest. Nun hat Tesla-Gründer Elon Musk seine Hilfe angeboten. Wie der Technologiepionier den Jungen helfen will.

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          Der Unternehmer und Tesla-Gründer Elon Musk hat den thailändischen Rettungskräften seine Hilfe bei der Rettung der in einer Höhle eingeschlossenen Jugendfußballmanschaft angeboten. Fachleute seiner Unternehmen Space X und Boring Company könnten dabei helfen, den genauen Standort der zwölf Jungen und ihres Trainer zu bestimmen und das Wasser abzupumpen. Teslas Powerwalls sollen die Stromversorgung sichern. Die entsandten Ingenieure beider Firmen sollten vor Ort schauen, ob sie "hilfreich" sein könnten, schrieb Musk. Es gebe bei den Rettungseinsätzen wahrscheinlich viele Komplikationen, "die sich schwer einschätzen lassen, wenn man nicht vor Ort ist".

          Noch ist unklar, ob die thailändische Regierung das Angebot von Musk annehmen wird. Der Unternehmer hatte bereits im letzten Jahr nach dem verheerenden Hurrikan über Puerto Rico mit Hilfe von Powerwalls bei der Wiederherstellung der Infrastruktur auf der Insel geholfen


          Die thailändischen Behörden wollen die Rettung der Jugendfußballer und ihres Trainers indes nicht überstürzen. Er habe Sorge, dass die Jungen im Alter zwischen 11 und 16 Jahren und ihr Trainer noch nicht in der Lage seien, aus der Höhle zu tauchen, sagte Narongsak Osotthanakorn, Gouverneur der Provinz Chiang Rai und Chef der Rettungsmission, am frühen Samstagmorgen (Ortszeit).

          Die Situation in der Höhle Tham Luang-Khun Nam Nang Non Cave rund  1000 Kilometer nördlich von Bangkok bessere sich aber stetig. Eine überhastete Rettung werde nicht begonnen, außer es sei unbedingt notwendig - beispielsweise bei einsetzendem starken Regen.

          Die Jugendfußballmannschaft ist seit zwei Wochen in einer teilweise gefluteten thailändischen Höhle eingeschlossen. Seit ein paar Tagen besteht Kontakt zur Außenwelt, Taucher versorgen die Jungen und ihren Trainer mit Lebensmitteln und Medikamenten.

          In der Folge wurden drei Möglichkeiten zu ihrer Rettung genannt: der riskante Tauchgang durch das schlammige Wasser in der Höhle, das Verlassen der Höhle durch einen alternativen Ausgang, der noch gefunden oder gebohrt werden müsste oder das Abwarten der Jungen in der Höhle bis zum Ende der Monsunzeit in einigen Monaten.

          Allerdings machte inzwischen ein Vertreter der thailändischen Marine deutlich, dass das Zeitfenster für die Rettung der Jungen "begrenzt" sei, sie also wohl doch nicht das Ende der Monsunzeit abwarten können. Nach diesen Angaben ist der Sauerstoffgehalt in der Höhlenkammer, in der sich die Fußballmannschaft aufhält, gefallen.

          Die Rettungsbemühungen erhielten zudem einen Rückschlag dadurch, dass einer der als  Taucher eingesetzten Helfer ums Leben kam. Der freiwillig an den Einsätzen teilnehmende frühere Marinesoldat ertrank auf dem Rückweg aus der Höhle, wie die Behörde mitteilten. Er hatte am Aufbau einer Sauerstoffleitung zu der Fußballmannschaft mitgearbeitet.

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