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Voraussage fürs Wochenende : Herbststurm legt sich wieder

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Zwei Frauen gehen bei starkem Wind an einem umgekippten Baum vorüber. Derzeit zieht der erste starke Herbststurm des Jahres über Deutschland. Bild: dpa

Nach heftigen Sturmböen beruhigt sich die Lage am Wochenende wieder. Der Sturm hatte vielerorts für Unfälle und Verletzungen gesorgt. Ein Lokführer wurde von einem Ast erschlagen.

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          Nach dem ersten großen Herbststurm hat sich die Wetterlage in Deutschland in vielen Regionen wieder beruhigt. Laut Meteorologen fegte der erste Herbststurm wie vom DWD vorhergesagt durchs Land – mit einer Besonderheit: Ungewöhnlich an diesem Sturmtief sei, dass die stärksten Böen über der Mitte Deutschlands auftraten. Es seien bis ins Flachland orkanartige Böen aufgetreten, sagte Markus Übel vom DWD der Deutschen Presse-Agentur.

          Am Wochenende beruhige sich die Lage weiter, wie der Wetterdienst am Freitag mitteilte. Das Hoch „Quedlinburga“ sorgt sogar für Sonnenschein – vor allem am Sonntag. Die Temperaturen bewegen sich dann zwischen 11 und 15 Grad. Nachts kühlt es ordentlich ab, in der Nacht auf Sonntag und Montag sinkt die Temperatur sogar leicht in den Frostbereich. Auch kommende Woche geht es ruhig weiter - auch wenn sich Hoch „Quedlinburga“ wieder aus Deutschland verabschiedet.

          Sturm forderte ein Todesopfer

          Der erste Herbststurm des Jahres hat ein Menschenleben gefordert. Bei Templin (Uckermark) wurde der Lokführer einer Regionalbahn von einem herabstürzenden Ast erschlagen, wie die Polizei in Frankfurt/Oder mitteilte. Der 50-Jährige erlag am Freitagmorgen im Krankenhaus seinen Verletzungen. Er wollte während des Sturmes am Donnerstag herabgefallene Äste von den Gleisen räumen und wurde selbst getroffen. Der Sturm ließ Bäume umstürzen und brachte den Schienenverkehr durcheinander.

          Die Feuerwehr in Berlin wurde nach eigenen Angaben am Donnerstag von 8.00 Uhr bis 19.00 Uhr zu insgesamt 372 wetterbedingte Einsätzen gerufen. Die Nacht zum Freitag verlief dann nach Angaben von Polizei und Feuerwehr ruhig. Die Bahn ist „stabil“ in den Freitag gestartet, wie ein Sprecher sagte. „Die Züge fahren.“ Er könne jedoch vereinzelte Zugausfälle oder Verspätungen nicht ausschließen. Reisende sollten sich deshalb vor Fahrtantritt im Internet informieren, ob ihre Verbindung planmäßig verkehre.

          Rund 1000 Stromkunden in den Landkreisen Spree-Neiße und Oberspree-Lausitz haben zunächst weiter keine Elektroenergie. Die Beseitigung der Störung werde vermutlich noch den ganzen Tag dauern, sagte ein Sprecher des Energieversorgers envia Mitteldeutsche Energie AG in Chemnitz. „Wir sind da noch nicht über den Berg.“ Durch den Sturm hätten herabfallende Äste Stromleitungen zerstört, Strommasten seien beschädigt worden. Im Bereich des Energieversorgers in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen sind den Angaben zufolge insgesamt 3000 Kunden ohne Strom.

          Weitere Windböen für Freitag

          Den Sturmböen von Tief „Hendrik II“, das nach dem am Mittwoch tobenden Sturm „Ignatz“ das Wettergeschehen bestimmt, flauten in der Nacht zum Freitag allmählich ab. Nachdem der Herbststurm am Donnerstag noch in weiten Teilen Deutschlands gewütet hatte, entspannte sich die Lage zunehmend.

          Dennoch waren die nach Skandinavien abziehenden Windböen in den Küstengebieten noch zu spüren. Für Freitag sagte der Deutsche Wetterdienst (DWD) im Norden und in der Mitte Deutschlands abermals Böen oder Sturmböen voraus, dazu einzelne Gewitter im Laufe des Tages. Vor allem in Berlin und Brandenburg sollte der Wind am Freitag noch einmal auffrischen. Dabei können Böen nach Angaben des DWD Windgeschwindigkeiten bis etwa 70 Kilometer je Stunde, in freien Lagen auch 85 Kilometer je Stunde erreichen. Das entspricht den Windstärken acht und neun. Gegen Abend flaut der Wind wieder ab.

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