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Helfer reisen aus Thailand ab : Navy Seals zeigen Video von Höhlen-Rettung

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Szene aus dem Video der Navy Seals Bild: AP

Die internationalen Helfer reisen nach der geglückten Rettungsaktion aus Thailand ab. An die geretteten Jugendlichen haben sie noch eine Bitte. Auch die Frau des gestorbenen Tauchers meldet sich zu Wort.

          Nach ihrer glücklichen Rettung hoffen die zwölf jungen Fußballer aus Thailand jetzt auf die baldige Entlassung aus dem Krankenhaus. Die ersten sollen möglicherweise schon Anfang der kommenden Woche nach Hause dürfen, wie am Donnerstag verlautete. Inzwischen hat das Team Einladungen aus aller Welt. Allerdings ist ungewiss, ob alle mitfliegen können: Mindestens zwei der Kicker und auch der Trainer sind keine Thailänder, sondern Staatenlose aus dem Nachbarland Myanmar ohne Reisepass.

          Die Armee veröffentlichte ein Video von der Rettungsaktion aus dem Inneren der überfluteten Höhle. Zu sehen ist, wie die Taucher mit ihren Schützlingen auf dem Weg nach draußen sind. Die Aktion verlief ohne Verletzte oder gar Todesopfer. Allerdings kam bei den Vorbereitungen ein thailändischer Taucher ums Leben. Seine Familie wurde vom thailändischen Staat nach einem Bericht der „Bangkok Post“ mit 495.000 Baht (etwa 12.750 Euro) entschädigt. Seine Frau sagte in einem Interview mit „BBC“, dass sich die Jugendlichen keine Vorwürfe machen sollten. „Er wird als Held gelobt, weil er einer war.“ Der Vater des Gestorbenen sagte: „Ich bin sehr stolz, aber auch sehr traurig.“

          Nach dem Erfolg der spektakulären Aktion, die rund um den Globus verfolgt wurde, traten viele der internationalen Helfer die Heimreise an. Die britischen Spezialtaucher, die eine entscheidende Rolle bei der Rettung gespielt hatten, verabschiedeten sich am Flughafen in Richtung der Jugendlichen mit den Worten: „Wir sind sehr froh, dass wir euch lebend da rausgeholt haben. Seid vorsichtig in der Zukunft!“ Die hochspezialisierten britischen Hobby-Taucher hatten den Weg zu den Jugendlichen gefunden.

          Auch die Taucher der thailändische Marine verabschiedeten sich. Die Spezial-Einheit wurde in ihrem Heimatstützpunkt gefeiert. Zu Ehren der Taucher wurde ihr Flugzeug bei der Landung mit Wasserwerfern in Empfang genommen.

          Die letzten von insgesamt 13 Eingeschlossenen hatten am Dienstagabend aus der Tropfsteinhöhle Tham Luang-Khun Nam Nang Non im Norden des Landes befreit werden können. Sie liegen jetzt alle zur Beobachtung im Krankenhaus der Provinzhauptstadt Chiang Rai. Nach Angaben der Ärzte geht es ihnen gut. Das Team war am 23. Juni bei einem Ausflug in die Höhle von Wassermassen überrascht worden. In Südostasien ist gerade Monsun-Saison mit heftigen Regenfällen. Erst nach 17 Tagen kamen die letzten frei.

          Die Jungen spielen schon seit längerer Zeit im Verein „Wildschweine“ aus der Grenzstadt Mae Sai. In dem Club sind auch Fußballer aktiv, die zur Minderheit der Wa aus dem Nachbarland Myanmar gehören. Weder Myanmar noch Thailand wollten sie bislang als Staatsbürger anerkennen. Inzwischen gibt es eine Debatte, wie das geändert werden kann. Außer dem Weltfußballverband FIFA haben inzwischen Weltklasse-Clubs wie Manchester United das Team eingeladen.

          Nach Angaben der Behörden wird jetzt auch darüber nachgedacht, in der Höhle eine Art Museum zur Erinnerung an die spektakuläre Rettung einzurichten. Die Tourismus-Verantwortlichen der Region an der Grenze zu Myanmar hoffen darauf, dass auch Urlauber aus dem Ausland kommen werden. Bei der spektakulären Rettungsaktion hatten Menschen rund um die Welt mitgefiebert.

          Die thailändische Marine vor der Abreise aus Chian Rai am Mittwoch

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