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Unwetter in Deutschland : Tornado beschädigt Häuser in Rheinland-Pfalz

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Ein beschädigtes Dach eines Hauses in Bobenheim am Berg – der Tornado habe insgesamt elf Häuser beschädigt. Bild: dpa

Erst lange gar kein Regen, dann plötzlich ganz viel: Gewitter bringen in kürzester Zeit viel Wasser – und sorgen in weiten Teilen Deutschlands für Probleme. In Rheinland-Pfalz wütete ein Tornado.

          Heftige Unwetter mit starken Regenfällen und Gewittern haben am Freitag in Teilen Deutschlands für Schäden gesorgt. In Bobenheim am Berg in Rheinland-Pfalz beschädigte ein Tornado nach Angaben der Polizei elf Häuser teils erheblich. In der Gemeinde südlich von Worms wurden auch Autos durch herunterfallende Dachziegel in Mitleidenschaft gezogen. Die Beamten gehen von einem Schaden im sechsstelligen Bereich aus.

          Auf der A4 nahe Eisenach in Thüringen verunglückten bei Starkregen 17 Autos, mindestens 23 Menschen wurden laut Polizei verletzt. Mehrere Autos waren demnach auf der nassen Fahrbahn ins Schleudern geraten und dabei teilweise noch gegen andere Fahrzeuge geprallt.

          Andernorts kam es zu Erdrutschen und Überschwemmungen, am Flughafen von Frankfurt am Main kam es wegen der Unwetter zeitweise zu Verzögerungen und vereinzelten Flugausfällen. Von Unwetter betroffen waren dem Deutschen Wetterdienst zufolge (DWD) die Länder Rheinland-Pfalz, Hessen, Thüringen, Niedersachsen Sachsen-Anhalt und Brandenburg.

          Nahe der rheinland-pfälzischen Stadt Sankt Goarshausen war laut Polizei unter anderem eine Bahnstrecke durch Geröll blockiert, nachdem heftige Regen- und Hagelschauer über der Region niedergegangen waren. Die Strecke sollte voraussichtlich noch stundenlang gesperrt sein. Auch eine danebenliegende Bundesstraße war betroffen.

          Die Meteorologen warnten vor extremen Starkregen von gebietsweise bis zu 40 Litern pro Quadratmeter und mehr. Dazu drohten teils Hagelschlag sowie Sturmböen mit bis zu 85 Stundenkilometern.

          Warnungen für Hessen

          Im Norden und in der Mitte Hessens standen zahlreiche Keller unter Wasser. Bis zum Abend rechnete der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit weiteren kräftigen Niederschlägen. „Da kommt noch mehr“, sagte Sprecher Andreas Friedrich. Für Teile von Mittel- und Nordhessen bestanden Warnhinweise vor extremen Unwettern.

          Etwa eine Stunde lang wurden am Frankfurter Flughafen keine Passagiere und Maschinen mehr abgefertigt. Nach Auskunft des Betreibers Fraport wurden mehrere Flüge annulliert. Das geschehe routinemäßig aus Sicherheitsgründen, wenn vor Blitz und Donner im Umkreis von acht Kilometern gewarnt werde, sagte ein Sprecher. Ein Aufenthalt im Freien auf dem Flugfeld sei dann verboten.

          An Deutschlands größtem Airport sollten am Freitag rund 230.000 Passagieren ankommen oder wegfliegen. Von insgesamt 1560 Starts und Landungen wurden bis zum Nachmittag 100 gestrichen. Die Gewitter tobten seit Freitagmittag knapp zwei Stunden lang über Hessen. In der Region um Gießen sowie um den Edersee fielen nach DWD-Angaben innerhalb kurzer Zeit bis zu 80 Liter Wasser pro Quadratmeter.

          Wie wird das Wochenende?

          Auch in Mecklenburg-Vorpommerns Hauptstadt Schwerin gestellt mussten die Einsatzkräfte ausrücken. Platzregen führte dazu, dass im gesamten Stadtgebiet Keller vollliefen. Zeitweise sei die Feuerwehr an 60 Einsatzorten zugleich gewesen.

          In Teilen Baden-Württembergs brachten Gewitter den Bahnverkehr durcheinander und richteten Schäden an. Ein Blitzschlag bremste die Deutsche Bahn am Freitagmorgen auf der zentralen Rheintalstrecke zwischen Offenburg und Karlsruhe aus.

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          Auch in der Hauptstadt wirkte sich die Witterung auf den Flugverkehr aus: Acht innerdeutsche Flüge wurden gestrichen. Es handele sich um Flüge nach Frankfurt am Main und München, sagte ein Sprecher der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg. Je nach Wetterlage könnte es im Laufe des Abends zu weiteren Streichungen kommen, hieß es. Von Berlins zweitem Flughafen Schönefeld im Südosten der Stadt lagen zunächst keine Meldungen über gestrichene Flüge vor.

          Nach Angaben der DWD-Meteorologen legt der Sommer auch am Wochenende vorerst noch eine Pause ein. Die Temperaturen werden demnach nur mäßig warm. Die Unwettergefahr gehe im Vergleich zu Freitag aber deutlich zurück.

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