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Betrieb läuft schleppend an : Verspätungen und Ausfälle am Hamburger Flughafen

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Die Terminals 1 und 2 des Hamburger Flughafens. Am Montag um 6 Uhr soll der Betrieb wieder aufgenommen werden. Bild: dpa

Seit dem frühen Morgen starten und landen am Hamburger Flughafen wieder Maschinen. Doch es kommt zu etlichen Problemen.

          Nach dem Stromausfall am Hamburger Flughafen hat der Betrieb am Montag nur schleppend wieder begonnen. Die ersten fünf Flüge, die den Flughafen am Montagmorgen verlassen sollten, wurden alle gestrichen. Weitere Flüge sind teils stark verspätet.

          Ein Urlaubsflug zur griechischen Insel Kos soll gegen 6.55 Uhr starten. Planmäßige Abflugszeit war 6.10 Uhr. Ein Flug nach Antalya, der eigentlich um 6.05 abheben sollte, war für 7.40 Uhr angekündigt.

          An den Check-in-Schaltern, die ihren Betrieb seit 5.00 Uhr wieder aufgenommen haben, bildeten sich unterdessen lange Schlangen. 

          Der Flughafensprecherin zufolge sind für Montag 214 Ankünfte und 214 Abflüge geplant. Zehn ankommende Flüge sowie 23 Abflüge seien gestrichen worden. Wie viele Flüge von Verspätungen betroffen sein könnten, war zunächst nicht absehbar. Unklar war auch, wann sich die Lage wieder normalisieren würde: „Wir gehen davon aus, dass das noch den ganzen Tag so geht“, sagte die Sprecherin.

          Stromausfall am Sonntag

          Ein Stromausfall hatte am Sonntag den Betrieb am Airport lahmgelegt. Mit Hochdruck hatten Experten in der Folge daran gearbeitet, die Ursache für den Kurzschluss in der Hauptstromversorgung herauszufinden und zu beheben.

          Wegen des stundenlangen Stromausfalls hatte der Flughafen seinen Betrieb am Sonntag eingestellt. Dazu sehe man sich gezwungen, teilte das Unternehmen auf Twitter mit. Tausende Passagiere hatten stundenlang teils vor dem Gebäude ausgeharrt, in der Hoffnung, doch noch abfliegen zu können. Von den Flugausfällen dürften nach Angaben des Flughafens mehr als 30.000 Passagiere betroffen gewesen sein.

          Nach der Ankündigung, dass keine Flüge mehr starten würden, machten sich am Nachmittag viele auf den Heimweg oder auf ins Hotel. Der Flughafen und das Deutsche Rote Kreuz stellten auch Feldbetten im sogenannten Terminal Tango auf, rund 90 Menschen verbrachten nach Angaben des Airports dort die Nacht. „Wir bringen alles auf, um es einigermaßen erträglich für die Menschen zu machen“, sagte eine Flughafensprecherin.

          Zunächst gab es keine Erklärungen dafür, warum der Flughafen so massiv getroffen wurde.

          Der Hamburger Airport ist mit mehr als 17 Millionen Passagieren jährlich nach Angaben des Flughafenbetreibers der fünftgrößte in Deutschland. An normalen Tagen gebe es üblicherweise rund 200 Starts sowie 200 Landungen.

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