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Epizentrum nahe Ferieninsel : Starkes Seebeben erschüttert Griechenland

  • Aktualisiert am

Schäden am Hafen der Insel Zakynthos Bild: EPA

Mitten in der Nacht werden die Menschen in Griechenland aus dem Schlaf gerissen: Ein Beben der Stärke 6,8 erschüttert das Land. Mehrere Straßen und eine Kaimauer werden beschädigt. Auswirkungen erreichen auch Süditalien.

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          Das starke Seebeben vor der beliebten griechischen Touristeninsel Zakynthos hat offenbar keine Opfer gefordert. „Niemand wurde verletzt. Verschüttete haben wir nicht“, sagte der Bürgermeister der Insel, Pavlos Kolokotsas, im Staatsradio (ERT) am Freitagmorgen.

          Die Feuerwehr und die Polizei hatten mit dem Tageslicht eine erste Kontrolle in allen Ortschaften der Insel durchgeführt, wie der Zivilschutz mitteilte. Schäden wurden entlang der Kaimauer der Hafenpromenade von Zakynthos-Stadt entdeckt. Zudem gab es mehrere Straßen, die durch herabgefallene Steine und Felsen gesperrt waren.

          Tausende Menschen haben die Nacht in Parks und in ihren Autos verbracht. „Zakynthos hat gehalten. Die Menschen gehen langsam zurück in ihre Häuser“, sagte der Bürgermeister im Radio. Die Schulen und Behörden blieben am Freitag geschlossen, damit die Statik der Gebäude überprüft werden kann.

          Eine Karte der amerikanischen Erdbebenwarte USGS zeigt das Epizentrum.

          Das Seebeben hatte nach der endgültigen Messung des geodynamischen Instituts von Athen eine Stärke von 6,4. Das Zentrum des Bebens lag rund zehn Kilometer unter dem Meeresboden rund 40 Kilometer südwestlich der Insel Zakynthos. Es hatte sich gegen 02.00 Uhr in der Nacht zum Freitag ereignet und Millionen Menschen aus dem Schlaf gerissen. Gespürt wurde der Erdstoß auch in Italien, auf Malta, in Albanien und ganz Griechenland.

          Leichte Auswirkungen des Seebebens waren auch an der Küste Süditaliens zu spüren. Eine Tsunamiwarnung der zweithöchsten Stufe „Orange“ wurde vorübergehend für die Küsten in Kalabrien, Basilikata, Apulien und Teile Siziliens
          ausgerufen, wie die Erdbebenwarte INGV in der Nacht zu Freitag mitteilte. Das bedeute eine mögliche Meereserhöhung von unter einem Meter. Strände sollten gemieden werden. Letztlich wurde dann aber nur eine Wellenhöhe von zehn Zentimetern in der kalabrischen Stadt Crotone gemessen. Die Warnung wurde um kurz vor 7.00 Uhr wieder aufgehoben. Schäden seien nicht gemeldet worden, teilte der Zivilschutz mit.

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