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Goetheturm-Brand : Niemand hat einen Feuerteufel gesehen

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Überreste des Goetheturms: Die Brandermittler haben ihre Arbeiten vor Ort soweit abgeschlossen. Bild: Helmut Fricke

Die Stadt Frankfurt hatte den Goetheturm zeitweilig von einem Sicherheitsdienst bewachen lassen. Nach der vermuteten Brandstiftung hat sich bisher kein einziger direkter Zeuge gemeldet.

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          Nach dem Brand des Frankfurter Goetheturms hofft die Polizei weiter auf Aussagen von Zeugen. Die Brandermittler hätten ihre Arbeiten vor Ort soweit abgeschlossen, sagte ein Polizeisprecher am Samstag in Frankfurt. „Ermittlungstechnisch ist das aber äußerst schwierig.“ Es gebe bislang keine direkten Zeugen des verheerenden Feuers, das den 43 Meter hohen Holzturm im Stadtwald in der Nacht auf Donnerstag komplett zerstört hatte. Es sei aber nicht auszuschließen, dass sich verspätet noch Menschen meldeten, die etwas beobachtet hätten, etwa ein wegfahrendes Auto.

          Bislang vermutet die Polizei Brandstiftung. Es sei aber noch unklar, ob ein Brandbeschleuniger im Einsatz war oder nicht. Dazu lässt sich nach Polizeiangaben voraussichtlich frühestens am Montag etwas sagen. Sofern es keinerlei Beziehung zwischen einem möglichen Täter und dem Objekt gebe, sei die Suche schwierig, sagte der Polizeisprecher.

          Fraglich sei weiterhin auch, ob es eine Verbindung zwischen dem Feuer in dem über 80 Jahre alten Aussichtsturm im Stadtteil Sachsenhausen und früheren Bränden von Holz-Pavillons in zwei Frankfurter Parks sowie einem Aussichtsturm in Kelkheim im Taunus gebe. In allen drei Fällen ermittelt die Polizei wegen Brandstiftung. Wegen dieser vorangegangenen Brände hatte die Stadt Frankfurt den Goetheturm zeitweilig von einem Sicherheitsdienst bewachen lassen.

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