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Glaziologin über Gletscherbruch : „So eine Situation gab es noch nie“

  • -Aktualisiert am

Andrea Fischer arbeitet am Institut für In­terdisziplinäre Gebirgsforschung der Ös­ter­reichischen Akademie der Wissenschaften in Innsbruck. Bild: Daniel Hinterramskogler

Am Wochenende kamen in den Dolomiten mindestens neun Menschen ums Leben. Im Interview spricht die Glaziologin Andrea Fischer über den Gletscherbruch an der Marmolata und die besonderen Gefahren in diesem Sommer.

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          Frau Fischer, am Wochenende kamen mindestens neun Bergsteiger durch einen Eissturz an der Marmolata in den Dolomiten ums Leben, drei werden noch vermisst. Es ist nicht das erste Ereignis dieser Art, im August 1965 starben im Walliser Saastal 88 Personen durch eine Eislawine. Ende Mai lösten sich am Grand Combin Eisbrocken eines Gletschers. Zwei Bergsteiger starben, neun wurden verletzt.

          Es gab immer wieder Unglücke, bei denen Menschen durch Eisstürze ums Leben gekommen sind. Aber das Ereignis an der Marmolata ist außergewöhnlich.

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