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Schon Mitte Dezember möglich : Furcht vor zweiter Heuschreckenplage in Ostafrika

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Im Kampf gegen die Heuschreckenplage in Ostafrika wurden große Erfolge erzielt - doch die Gefahr ist Experten zufolge noch lange nicht gebannt. (Archivbild aus dem Juni 2020 in Kenia) Bild: dpa

Die Versuche, neue Heuschreckenbruten zu verhindern, sind fehlgeschlagen. Schon bald könnten neue Schwärme über Ostafrika herfallen.

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          In Ostafrika droht nach der verheerenden Plage im Frühjahr jetzt eine zweite Welle von Wanderheuschrecken. Erste Schwärme hätten bereits Kenia erreicht, „nachdem Versuche, neue Bruten in Somalia, Äthiopien und Jemen zu bekämpfen, fehlschlugen“, berichtete die Wochenzeitung „The East African“.

          Laut Kenias Landwirtschaftsminister Peter Munya könnte die zweite Heuschreckeninvasion dieses Jahres bereits Mitte Dezember bevorstehen. Dann werde erwartet, dass die Tiere über Somalia und Äthiopien nach Kenia ziehen. Mit Unterstützung der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) wollen die Länder die Schwärme sowohl aus der Luft als auch am Boden bekämpfen.

          Zu Jahresbeginn hatten schwarze Wolken aus Heuschreckenschwärmen vielerorts in Ostafrika den Himmel verdunkelt. Ein Schwarm umfasst bis zu 80 Millionen Tiere. Für Schlagzeilen sorgte etwa einer der Schwärme im Januar, als er ein Flugzeug der Ethiopian Airlines zu einer Kursänderung zwang. Am stärksten betroffen waren Kenia, Somalia und Äthiopien. Dort vernichteten die Tiere Tausende Hektar Ackerflächen. Laut Schätzungen der Weltbank könnte die Plage Ostafrika und den Jemen dieses Jahr insgesamt sieben Millionen Euro kosten.

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