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Flugzeugabsturz in Mailand : Rumänischer Milliardär und sieben weitere Menschen sterben

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Der Touristenflieger sei vom Flughafen Mailand-Linate gestartet und auf dem Weg nach Olbia auf Sardinien nur wenige Kilometer später abgestürzt. Bild: EPA

Der Milliardär Dan Petrescu steuerte die einmotorige Maschine, die nach Olbia auf Sardinien fliegen sollte. Doch kurz nach dem Start stürzte das Flugzeug aus bislang ungeklärter Ursache ab.

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          Beim Absturz eines Leichtflugzeugs am Stadtrand von Mailand sind der rumänische Milliardär Dan Petrescu und sieben weitere Menschen ums Leben gekommen. Die einmotorige Maschine vom Typ Pilatus PC-12 war mit Petrescu als Pilot vom Flughafen Linate in Mailand gestartet, um nach Olbia auf der italienischen Ferieninsel Sardinien zu fliegen. Wie die Flugaufsichtsbehörde ANSV mitteilte, stütze die Maschine nur wenige Minuten später in San Donato Milanese ab.

          Augenzeugen berichteten, die Maschine sei bereits in Flammen aufgegangen, bevor sie in der Stadt südöstlich von Mailand abstürzte. Sie landete auf einem Bürogebäude, das sich in Renovierung befand.

          Petrescu, der nach Angaben der Zeitung „Corriere della Sera“ auch die deutsche Staatsbürgerschaft hatte, war einer der reichsten Menschen Rumäniens. Er hatte eine Baufirma geleitet und mehrere große Geschäfte und Einkaufszentren besessen. Mit Petrescu verunglückten unter anderem seine 65-jährige Frau und ihr 30-jähriger Sohn San Stefano. Auch ein Kind sei unter den Absturzopfern, berichteten „Corriere della Sera“ und die italienische Nachrichtenagentur AGI.

          Der Mailänder Bürgermeister Beppe Sala und der Bürgermeister von Donato Milanese, Andrea Checchi, besuchten die Absturzstelle. Staatsanwältin Tiziana Siciliano sagte laut „Corriere della Sera“, der Flugschreiber der Unglücksmaschine sei geborgen worden.

          Das Gebäude in San Donato Milanese am Rand der norditalienischen Millionenstadt fing nach dem heftigen Aufprall Feuer, wegen Renovierungsarbeiten waren aber keine Menschen in den Büros.

          Das Privatflugzeug vom Typ Pilatus PC-12 war um 13.04 Uhr vom zweitgrößten Mailänder Flughafen Linate abgehoben, um nach Olbia auf Sardinien zu fliegen. Nur Minuten nach dem Start stürzte es dann ab. Das geht aus den Daten des Internetdienstes Flightradar24 hervor. Demnach verlor das Flugzeug nach der Startphase und einer ersten Schleife plötzlich an Höhe und krachte nur Sekunden später zu Boden.

          Der Grund für den Absturz war zunächst unklar. Augenzeugen berichteten, dass ein Motor der Maschine gebrannt habe und das Flugzeug daraufhin im Sturzflug zu Boden ging, ohne dass Manöver ersichtlich waren. „Der Aufprall war verheerend“, sagte Carlo Cardinali von der Feuerwehr Mailand laut Nachrichtenagentur Ansa. Die Teams haben den Flugschreiber für weitere Auswertungen gefunden.

          Das Privatflugzeug vom Typ Pilatus PC-12 war um 13.04 Uhr vom zweitgrößten Mailänder Flughafen Linate abgehoben, um nach Olbia auf Sardinien zu fliegen.
          Das Privatflugzeug vom Typ Pilatus PC-12 war um 13.04 Uhr vom zweitgrößten Mailänder Flughafen Linate abgehoben, um nach Olbia auf Sardinien zu fliegen. : Bild: dpa

          Das Flugzeug stürzte nahe der Via 8 Ottobre 2001 ab, die an einen anderen Unfall vor fast genau 20 Jahren erinnert. Damals kollidierte just am Flughafen Linate bei dichtem Nebel ein Passagierflieger der Scandinavian Airlines mit einer kleinen Cessna; alle 114 Menschen an Bord der zwei Flugzeuge starben. Das war das größte Luftfahrtsunglück Italiens.

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