https://www.faz.net/-gum-8mz10

Neue Analyse : MH370 am Ende in unkontrolliertem Sturzflug

  • Aktualisiert am

Nur wenige Teile des Flugzeugs wurden bisher gefunden, die werden aber genau untersucht. Bild: AP

Die verschollene Malaysia-Airlines-Boeing MH370 ist offenbar doch nicht kontrolliert Richtung Meeresoberfläche gesunken, sondern unkontrolliert im Sturzflug nach unten gerast. Das ergab die Untersuchung einer gefundenen Landeklappe.

          Die im März 2014 verschwundene Malaysia-Airlines- Boeing mit der Flugnummer MH370 ist nach einer neuen Analyse wahrscheinlich nach einem unkontrollierten Sturzflug im Meer versunken. Dieses Ergebnis legten Experten der australischen Behörde für Transportsicherheit (ATSB) am Mittwoch vor.

          MH370 war auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking mit 239 Menschen an Bord spurlos verschwunden. Das Wrack wird im Indischen Ozean westlich von Australien vermutet.

          Die Experten zogen ihre neuen Schlüsse unter anderem aus der Untersuchung einer Landeklappe der Boeing, die in Tansania in Ostafrika angespült worden war. Sie sei wahrscheinlich nicht ausgefahren gewesen, teilten die Experten mit. Piloten fahren die Klappe bei Landungen aus, um die Geschwindigkeit zu reduzieren.

          „Dies bedeutet, dass die Maschine nicht auf eine kontrollierte Landung ausgerichtet war“, sagte ATSB-Experte Peter Foley in Canberra. „Jeder kann seine eigenen Schlüsse daraus ziehen, ob jemand das Flugzeug am Ende unter Kontrolle hatte.“ Niemand weiß, was sich an Bord der Maschine abgespielt hat. Spekuliert wurde unter anderem, ob ein Pilot versuchte, die Maschine auf dem Meer zu landen. Warum die Maschine aber vom Kurs abwich, ist völlig ungeklärt.

          Topmeldungen

          Die aufgewendete Energie ist enorm, der Ertrag mager: Geförderte Humboldt-Universität in Berlin.

          Exzellenz-Förderung : Noch so ein Sieg

          Ein Wettbewerb, in dem es nur Sieger gibt, ist eigentlich keiner: Welche Universitäten über die Exzellenzinitiative gefördert werden und welche nicht, sagt so gut wie nichts aus.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.