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Flug MH370 : Hoffen auf ein letztes „Ping“

  • Aktualisiert am

Sieht aus wie ein Rochen: Der „Ping-Locator“ des australischen Kriegsschiffs „Ocean Shield“ soll im Wasser die Signale der Blackbox orten Bild: dpa

Die Suche nach der Blackbox von Flug MH370 droht zu Scheitern. Ihre Batterie könnte inzwischen leer sein. Doch noch hoffen die Suchmannschaften auf ein letztes Funksignal.

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          Bei der Suche nach der verschollenen Boeing im Indischen Ozean haben die Suchmannschaften ein zuvor geortetes Funksignal nicht wieder aufspüren können. Das möglicherweise von dem Flugschreiber der Maschine stammende Signal gilt als äußerst wichtig für den Fortgang des Einsatzes. Erst wenn man abermals ein Signal geortet habe, werde ein kleines U-Boot herabgelassen, das unter anderem Unterwasseraufnahmen in der Tiefe machen soll, sagte der Koordinator der internationalen Suchaktion, Angus Houston, am Dienstag im australischen Perth. Davon erhoffen sich die Suchmannschaften Bilder des Wracks von Flug MH370 oder von seinen Wrackteilen.

          Sollte kein Signal mehr empfangen werden bliebe nur noch, das U-Boot auf Gut Glück auf den Meeresgrund tauchen des 23 Quadratkilometer großen Suchgebiets tauchen zu lassen, der sich 4500 Meter unter der Wasseroberfläche befindet und wo es entsprechend stockfinster ist. Eine solche Expedition will der Suchleiter nur dann einleiten, wenn die Batterie des Flugschreibers „ohne Zweifel“ leer sei.

          Das australische Schiff „Ocean Shield“ zog am Dienstag im Sichgebiet abermals ein Spezialgerät hinter sich her, um die zuvor aufgefangenen Signale wieder aufzuspüren. Laut Houston ist dies weiterhin die vielversprechendste Spur in der Suche nach dem Langstreckenjet.

          Der australische Verteidigungsminister David Johnston bezeichnete die Suche nach der Maschine auf der täglichen Pressekonferenz als „Herkulesaufgabe“. Am Dienstag waren seinen Angaben zufolge 14 Flugzeuge, 14 Schiffe und drei Hubschrauber im Einsatz. Johnston lobte zugleich die internationale Zusammenarbeit bei der Suche.

          Die Boeing der Malaysia Airlines mit der Flugnummer MH370 war am 8. März nach dem Start in Kuala Lumpur verschwunden. An Bord waren 239 Menschen. Man geht davon aus, dass das Flugzeug ins Meer stürzte.

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