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Wirbelsturm : Hurrikan „Ian“ erreicht Kuba

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In George Town auf den Cayman Islands ist Hurrikan „Ian“ schon angekommen. Bild: dpa

Es werden „lebensbedrohliche Sturmfluten“ und „mögliche Erdrutsche“ erwartet – rund 50.000 Menschen in küstennahen Gegenden seien in Sicherheit gebracht worden. Auch Florida bereitet sich vor.

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          Der gefährliche Hurrikan „Ian“ hat Kuba erreicht. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 205 Kilometern in der Stunde traf der Wirbelsturm am frühen Dienstag nahe der Ortschaft La Coloma im Westen der Karibikinsel auf Land, wie das US-Hurrikanzentrum (NHC) mitteilte. Meteorologen hatten zuvor bereits vor lebensbedrohlichen Sturmfluten, Orkanböen, Sturzfluten und Erdrutschen auf Kuba gewarnt.

          Rund 50.000 Menschen in küstennahen Gegenden seien in Sicherheit gebracht worden, berichteten kubanische Staatsmedien. Am stärksten betroffen war die Tabakregion Pinar del Río, rund 150 Kilometer westlich der Hauptstadt Havanna.

          Kurz vor dem Eintreffen hatte das NHC in Miami „Ian“ als Hurrikan der Kategorie 3 von 5 eingestuft. Meteorologen rechnen damit, dass der Sturm nach Kuba Kurs auf die Küste Floridas in den USA nimmt und dabei sogar Stärke 4 erreicht.

          NASA verschiebt Mondmission

          Bereits am Montagabend (Ortszeit) gab es in Kuba Windböen und leichte Überschwemmungen in Küstengebieten der Insel Isla de la Juventud und der westlichen Provinz Pinar del Río, wie die Staatsmedien berichteten. Nach einem Bericht des Portals Cubadebate kam es auf der südlich gelegenen Isla de la Juventud zu Stromausfällen.

          Vorbereitungen in Havanna: Ein Bewohner bringt eine Matratze in Sicherheit.
          Vorbereitungen in Havanna: Ein Bewohner bringt eine Matratze in Sicherheit. : Bild: dpa

          Der Gouverneur des südöstlichen US-Bundesstaates Florida, Ron DeSantis, hatte bereits am Wochenende vorsorglich den Notstand erklärt und die Bevölkerung aufgerufen, Vorkehrungen zu treffen. Es würden Überschwemmungen erwartet, sagte er am Montag.

          Mehrere Tausend Soldaten der Nationalgarde seien mobilisiert worden. Er hoffe, dass sein Bundesstaat nicht zu hart getroffen werde. Die Menschen sollten aber mit Stromausfällen rechnen – diese könnten auch mehrere Tage anhalten. „Sicherheit ist oberstes Gebot“, warnte DeSantis.

          Der Hurrikan könnte möglicherweise auch den Startplan der nächsten Crew zur Internationalen Raumstation ISS durcheinanderwirbeln. Noch werde der 3. Oktober weiter als Starttermin anvisiert, sagte Kathy Lueders, Chefin der bemannten Raumfahrt bei der US-Raumfahrtbehörde NASA, am Montag. „Aber wir wissen auch, dass wir uns hier am Kennedy Space Center durch das Wetter durcharbeiten müssen.“ Die nächsten möglichen Ausweichtermine seien der 4. oder 5. Oktober, hieß es. Aufgrund der Vorhersagen hatte die Nasa schon den eigentlich für Dienstag geplanten Teststart der Mondmission „Artemis“ verschoben und stattdessen angeordnet, das Raketensystem zurück in den Hangar zu verlegen.

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