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Kontaktabbruch auf 7900 Meter : Fingerloser Bergsteiger wohl auf Broad Peak in Pakistan verunglückt

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Der Broad Peak in Pakistan ist mit 8051 Meter der zwölfthöchste Berg der Welt. (Archivbild) Bild: AFP

Die Behörden vermuten, dass der Südkoreaner in eine Gletscherspalte gestürzt ist. Kim Hong Bin hatte zuvor als erster Mensch mit Behinderung die 14 höchsten Berge der Welt erklommen.

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          Ein seit Montag vermisster südkoreanischer Bergsteiger könnte laut Befürchtungen der Behörden auf dem Broad Peak in Pakistan ums Leben gekommen sein. Kim Hong Bin werde seit dem Abstieg von dem 8051 Meter hohen Berg im pakistanischen Karakorum-Gebirge vermisst, wie der pakistanische Alpenverein mitteilte. Die Nachrichtenagentur Yonhap berichtete unter Berufung auf die Union der Asiatischen Alpin-Verbände (UAAA), der Kontakt zu Kim habe sich beim Abstieg auf 7900 Meter verloren. Der Südkoreaner hatte zuvor als erster Mensch mit Behinderung die 14 höchsten Berge der Welt erklommen.

          Es wird vermutet, dass Kim ausrutschte und in eine Gletscherspalte auf der chinesischen Seite des Berges stürzte. Der hochrangige pakistanische Regierungsbeamte Sifat Khan sagte der Nachrichtenagentur AFP, dass es kaum eine Chance gebe, dass Kim unter den harten Bedingungen auf dem Berg lange überleben könne. „Es wird angenommen, dass er tot ist." Der Südkoreaner war den Angaben zufolge Teil einer von Trägern begleiteten Expedition. Eine Suchaktion werde gestartet, sobald das Wetter es zulasse.

          Kim hatte seine Finger vor 30 Jahren aufgrund von Erfrierungen verloren, die er sich während eines Solo-Aufstiegs am 6190 Meter hohen Denali (früher Mount McKinley) in Alaska zuzog. Dem Alpinverband zufolge ist Kim der 44. Mensch und der siebte Südkoreaner, der bisher die 14 höchsten Berge erklommen hat.

          In Pakistan kommt es immer wieder zu tödlichen Unfällen von Bergsteigern, die versuchen, die Achttausender im Land zu besteigen. Ein irischer, ein chilenischer und ein pakistanischer Bergsteiger wurden dieses Jahr vermisst, als sie im Winter einen waghalsigen Versuch unternahmen, den K2 zu besteigen. Sie wurden für tot erklärt und ihre Leichen nie gefunden. Auch ein Bulgare und zwei weitere Bergsteiger starben dieses Jahr während einer Winterexpedition am K2.

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