https://www.faz.net/-gum-13hgl

Fährunglück vor Tonga : Mehr Passagiere an Bord als bisher angenommen

  • Aktualisiert am

Überlebende des Fährunglücks werden in den Hafen von Pangai gebracht Bild: dpa

Zwei Deutsche sind bei dem Fährunglück vor Tonga vermutlich ums Leben gekommen. Insgesamt werden noch über 80 Menschen vermisst. Es gibt kaum noch Hoffnung, Überlebende vor der Küste des Südseestaates retten zu können.

          1 Min.

          Bei dem Fährunglück vor der Küste der Südpazifik-Insel Tonga sind vermutlich deutlich mehr Menschen ums Leben gekommen als bislang angenommen. Nach Aussagen von Überlebenden sei nun davon auszugehen, dass mindestens 141 Menschen an Bord gewesen seien, teilte die Polizei am Samstag mit. 85 davon würden vermisst, möglicherweise seien es aber noch mehr. Auf der Passagierliste des 34 Jahre alten Schiffes hatten nur 79 Menschen gestanden. Unter den Vermissten sind auch zwei Deutsche.

          Die Fähre „Princess Ashika“ war in der Nacht zum Donnerstag gekentert. Die vor einem Monat von Fidschi gekaufte Fähre hatte Augenzeugenberichten zufolge kurz vor Mitternacht auf dem Weg von der Hauptstadt des kleinen Königreichs, Nuku'Alofa, zur Insel Ha'afeva bei starkem Wellengang Schlagseite bekommen und war binnen einer Minute gesunken.

          Frauen und Kinder schliefen unter Deck

          Bei den 54 Überlebenden handelt es sich ausschließlich um Männer. Sie konnten sich auf Rettungsbooten in Sicherheit bringen. Frauen und Kinder hatten unter Deck geschlafen. Zwei Leichen wurden bislang geborgen, darunter die eines Briten. Neben Briten und Franzosen waren auch Japaner auf der Passagierliste.

          Die neuseeländische Luftwaffe stellte ihre Suche über dem Unglücksgebiet am Samstag ein. Spezialisten aus Neuseeland und Australien sollten nach dem in 35 Meter Tiefe liegenden Wrack tauchen, um eine Bergung der Leichen vorzubereiten. Dies könnte schwierig werden, weil die Fähre nahe einem 150 Meter tiefen Abgrund liegt.
          Fähren gehören zu den wichtigsten Transportmitteln der 100.000 Einwohner des mitten im Pazifik liegenden Inselarchipels. Die erstmals in Tonga eingesetzte „Princess Ashika“ sollte 2011 durch eine neue Fähre ersetzt werden.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.