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Piraten-Politiker : Claus-Brunner soll anderen Mann getötet haben

  • Aktualisiert am

Gerwald Claus-Brunner spricht im September 2012 auf dem Parteitag der Berliner Piraten. Bild: dpa

Der Fall Claus-Brunner wirft weiter Fragen auf. Nun wurde bekannt, dass der Piraten-Politiker einen anderen Mann getötet haben soll, bevor er sich selbst das Leben nahm.

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          Der Berliner Piraten-Politiker Gerwald Claus-Brunner soll einen anderen Mann getötet und sich danach selbst das Leben genommen haben. Der zweite Mann soll bereits vor einigen Tagen durch „stumpfe Gewalt gegen den Oberkörper“ getötet worden sein, teilte die Polizei am Dienstag mit.

          Die Leichen von Claus-Brunner und dem zweiten Mann waren am Montag in einer Wohnung in Berlin-Steglitz gefunden worden. Polizei und Staatsanwaltschaft schrieben in einer gemeinsamen Mitteilung, in der Wohnung habe sich ein „schauriges Bild“ geboten, das auf ein Tötungsdelikt hindeute. Eine Mordkommission ermittelt.

          Die „Bild“-Zeitung und die „B.Z.“ hatten zuerst berichtet, dass sich Claus-Brunner das Leben mit einem Stromschlag genommen haben soll. Bei dem zweiten Toten soll es sich um einen 28 oder 29 Jahre alten  Mann handeln.

          Bei den Piraten war am Montag ein Brief von Claus-Brunner angekommen, in dem es hieß, dass er bereits tot sein werde, wenn der Brief zugestellt wird. Parteimitglieder verständigten daraufhin die Polizei. Der Brief wurde der Kripo übergeben, sagte der Piraten-Vorsitzende Bruno Kramm. Die Piratenpartei hatte dann mitgeteilt, Claus-Brunner habe sich selbst getötet. Man habe gewusst, dass er unheilbar krank gewesen sei.

          Am 23. Juni hatte Claus-Brunner in seiner letzten Rede in der vorletzten Sitzung des Abgeordnetenhauses vor der Wahl eine Anspielung auf seinen bevorstehenden Tod gemacht: „Und ihr werdet auch in der laufenden Legislatur für mich am Anfang irgendeiner Plenarsitzung mal aufstehen dürfen und eine Minute stillschweigen.“

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