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Flydubai-Unglück in Russland : Rasanter Sturzflug vor dem Aufprall

  • Aktualisiert am

Russische Rettungskräfte im Trümmerfeld am Absturzort der Flydubai-Maschine Bild: Reuters

Pilotenfehler oder technisches Versagen? Ermittler in Russland haben einen Bericht zum Absturz des Flydubai-Flugzeugs in Rostow veröffentlicht.

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          Russische Luftfahrtermittler haben die letzten Minuten des Unglücksfliegers von Rostow rekonstruiert, bei dessen Absturz im März alle 62 Insassen ums Leben kamen. Nach einem abgebrochenen Landeversuch hätten die Piloten der FlyDubai-Maschine in rund 900 Metern Höhe plötzlich einen Sturzflug eingeleitet, heißt es in einem vorläufigen Bericht, den die russische Luftfahrtbehörde am Freitag vorlegte. Die Boeing 737 sei dann mit rund 600 Stundenkilometern auf dem Boden in Rostow am Don aufgeschlagen.

          „Der Besatzung gelang es nicht, den Aufprall der Maschine auf dem Boden abzuwenden“, schreiben die Ermittler. Sie waren damit beauftragt worden, den technischen Verlauf des Unglücks aufzuklären. Die Klärung der Frage, wem die Schuld an dem Unfall zuzuweisen sei, zählte nicht zu ihrer Aufgabe.

          Warum die Piloten den Sturzflug einleiteten, blieb unklar. Dem Ermittlungsbericht zufolge war die Flugzeugbesatzung ausreichend geschult und flugerfahren. Sie habe zudem akkurate Informationen über die schwierige Wetterlage erhalten.

          Ein russischer Fernsehsender hatte zuvor die Mitschrift der letzten Äußerungen der Piloten veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass die Piloten vor dem Absturz verzweifelt versuchten, den Sturzflug zu stoppen, über dessen Ursache sie sich offenbar nicht im Klaren waren.

          Zum Zeitpunkt des Absturzes am 19. März herrschten heftiger Regen und starker Wind. Die aus Dubai kommende Maschine der Fluggesellschaft FlyDubai kreiste nach Angaben der russischen Behörden nach einem abgebrochenen Landeversuch zunächst rund zwei Stunden über der südrussischen Stadt, bevor sie trotz der schlechten Wetterbedingungen zum zweiten Mal zur Landung ansetzte.

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