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Erdstoß : Seebeben erschüttert Griechenland

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Ein schwerer Erdstoß hat Millionen Griechen am Sonntag in Angst und Schrecken versetzt. Das Seebeben hatte eine Stärke von 6,9. Auf der Insel Kythera gab es schwere Schäden an Gebäuden.

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          Ein starkes Seebeben hat am Sonntag fast ganz Griechenland erschüttert. Das Epizentrum lag nach Angaben des seismologischen Instituts von Athen 215 Kilometer südwestlich Athens zwischen der Halbinsel Peloponnes und der Mittelmeerinsel Kreta.

          Nach einer ersten Messung des seismologischen Instituts von Thessaloniki hatte das Seebeben eine Stärke von 6,9. In Athen wurde der Erdstoß mit 6,5 gemessen. Angaben über Verletzte gibt es nach Berichten des griechischen Rundfunks zunächst nicht. Eine Flutwelle blieb nach dem Beben, das auch in Ägypten und in Süditalien zu spüren war, ebenfalls aus.

          Gebäude auf Kythera eingestürzt

          „Die Polizei und die Feuerwehr hat mir bislang keine Verletzten gemeldet“, sagte der griechische Minister für Öffentliche Ordnung, Giorgos Voulgarakis, im Fernsehen. „Das Beben war lang und stark“, berichtete ein Polizist von der Insel Kythera. Auf der Eiland, die nahe am Epizentrum liegt, stürzten 10 Häuser und die Kirche ein. 50 weitere Häuser und das Flughafengebäude wurden beschädigt.

          Nach Augenzeugenberichten gerieten Häuser in Athen und in allen anderen Städten Südgriechenlands ins Schwanken. Die Erschütterungen dauerten in Athen rund 20 Sekunden. Nach Rundfunkberichten versetzte das Beben Millionen Menschen in fast allen Landesteilen in Angst und Schrecken.

          Seismologen: Wohl nur geringe Schäden

          Wie der Professor des seismologischen Instituts der Universität Thessaloniki, Wassilis Papazahos, sagte, hatte sich das Seebeben in einer sehr großen Tiefe von rund 70 Kilometer unter dem Meeresboden ereignet. „Unsere Schätzung ist, daß wir keine größeren Schäden haben“, sagte der Chef des griechischen Zivilschutzes Panagiotis Fourlas im Fernsehen.

          Die betroffene Region liegt entlang eines rund 1000 Kilometer langen Grabens, an dem die afrikanische und die europäische Platte aufeinandertreffen. Dadurch kommt es immer wieder zu Erschütterungen.

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