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Keine Tsunami-Gefahr : Starkes Erdbeben erschüttert Tokio

Japan, Tokio: Der Eingang des Bahnhofs Shimbashi ist überfüllt mit Fahrgästen, nachdem der Zugverkehr nach einem Erdbeben eingestellt wurde. Bild: dpa

Ein Erdbeben der Stärke 6,1 hat die japanische Hauptstadt erschüttert. Mehrere Menschen wurden verletzt. Eine Flutwarnung wurde zwar nicht ausgesprochen, die Behörden warnten jedoch vor möglichen Nachbeben.

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          Ein starkes Erdbeben der Stärke 6,1 hat am Donnerstagabend um 22.41 Uhr Ortszeit die japanische Hauptstadt Tokio erschüttert. Eine Flutwarnung wurde nicht ausgesprochen. Doch warnten die Behörden vor möglichen Nachbeben. Das abgeschaltete Atomkraftwerk Tokai 2 in der Nachbarpräfektur Ibaraki meldete in einer ersten Bestandsaufnahme keine abnormalen Beobachtungen, berichtete der Fernsehsender NHK.

          Patrick Welter
          Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

          Nach ersten Angaben der Behörden gab es mehrere Verletzte. Berichte über größere Schäden gab es zunächst nicht. Fernsehbilder aus unterschiedlichen Stadtteilen Tokios zeigten direkt nach dem Beben, dass das nächtliche Leben scheinbar normal weiterging. Der Betrieb von Hochgeschwindigkeitszügen wurde vorübergehend unterbrochen. Auch manche U-Bahnen in Tokio fuhren vorerst nicht. Am Bahnhof Shinagawa bildeten sich lange Schlangen vor Taxiständen. Eine S-Bahn in Tokio Richtung Westen hielt nach dem Beben den Betrieb mit voll besetzten Abteilen verlangsamt aufrecht. Fahrstühle wurden automatisch abgeschaltet. Bilder aus Tokio zeigten Wasserrohrbrüche in der Kanalisation und teils überschwemmte Straßen. In etwa 250 Haushalten fiel nach Angaben der Elektrizitätswerke zeitweise der Strom aus.

          Das Hypozentrum lag nach Angaben der Behörden in der Nachbarpräfektur Chiba direkt an der Bucht von Tokio, etwa 80 Kilometer unter der Erdoberfläche. Vom Flughafen Narita in Chiba gab es zunächst keine Berichte über mögliche Schäden.

          Es war nach Angaben der meteorologischen Behörde das schwerste Erdbeben, das seit März 2011 im Großraum Tokio zu spüren gewesen war. Damals hatte ein Erdbeben der Stärke 9 im Nordosten Tokios einen Tsunami ausgelöst, dem an die 20.000 Menschen zum Opfer fielen. Nach dem Tsunami kam es im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi zur dreifachen Kernschmelze.

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